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St.-Romanus-Kindergarten in Hahausen feiert 25-jähriges Jubiläum

Proben fleißig für die 25-Jahr-Feier des Kindergartens in Hahausen: Die Mädchen aus der Hasengruppe treten am Samstag mit bunten Tüchern auf. Fotos: Haberstumpf

Proben fleißig für die 25-Jahr-Feier des Kindergartens in Hahausen: Die Mädchen aus der Hasengruppe treten am Samstag mit bunten Tüchern auf. Fotos: Haberstumpf

Hahausen. Der 6. September 1993 war ein Freudentag für Hahausen. An diesem Tag bekam die kleine Ortschaft, die zur Samtgemeinde Lutter gehört, ihren eigenen Kindergarten: den evangelisch-lutherischen St.-Romanus-Kindergarten. Fast genau 25 Jahre ist das her. 

Von Corinna Knoke Montag, 27.08.2018, 11:27 Uhr

Zuvor hatte es nur einen von Eltern geleiteten Spielkreis gegeben. „Lutter hatte natürlich einen Kindergarten, aber die Hahäuser Eltern wollten unbedingt einen eigenen haben“, erinnert sich Alt-Bürgermeister Henri Hoffmeister.

Als die Zustimmung dazu im Samtgemeinderat kam, „waren wir alle froh“, fügt er an. „Das war ein Vorzeige-Projekt für uns. Wir haben den Kindergarten immer begleitet.“ Ehrensache also, dass Hoffmeister, der bis 2016 im Amt war (übrigens 25 Jahre lang), bei der großen Jubiläumsfeier dabei ist, die der Kindergarten am kommenden Samstag veranstaltet. Es wird lustig, bunt und wuselig, das deuteten die Proben bereits an: Unter dem Titel „Was für ein Zirkus!“ üben die 37 Kinder aus der Hasen-, der Füchse- und der Igel-Gruppe gerade gemeinsam mit dem Erzieher-Team um Leiterin Lydia Ursel ein Programm ein.

Wieso dieser Titel, wieso Zirkus? „Die Idee ist uns ganz spontan während einer Dienstbesprechung gekommen“, erzählt Lydia Ursel lachend. „Wir haben überlegt, was wir hier schon alles mit den Kindern erlebt haben.“ Und das sei oft ein ganz schön aufregendes Spektakel – „wie ein Zirkus eben“, findet Ursel. Das Jubiläum beginnt am Samstag, 1. September, 14 Uhr, mit einem Gottesdienst im Kindergarten. Weiter geht es in einem extra dafür aufgebauten Zirkuszelt mit dem Auftritt der Kleinsten, die sich an allen möglichen Zirkusattraktionen versuchen werden – in bunten, tollen Kostümen. Sogar aufs Einrad schwingen sich einige Mutige. Ein bis sechs Jahre alt sind die Kinder. Lydia Ursel kommt als (männlicher) Zirkusdirektor. Die 31-Jährige leitet den Kindergarten seit 2016. Ist sogar ein Eigengewächs, das hier ausgebildet wurde. Warum sie Erzieherin ist? „Ich arbeite deshalb so gern mit Kindern, weil sie so leicht zu begeistern sind. Sie interessieren sich für jede Kleinigkeit.“

Kurz vor den diesjährigen Sommerferien kamen sieben neue Kleinkinder dazu: Im Samtgemeinderat wurde die Krippengruppe (für 1- bis 2-Jährige) beschlossen. „Der Bedarf war einfach da“, erklärt Ursel. Doch langsam stoße der Kindergarten an seine „räumlichen Grenzen“, sagt sie auch. Zum Beispiel fehle es an einem Schlafraum. Die Kinder kommen übrigens nicht nur aus Hahausen, sondern auch aus Nauen, Ostlutter, Lutter. „Die Eltern nehmen den Weg zu uns gerne auf sich“, meint die Leiterin. Positives Feedback bekommt sie immer wieder: „Es ist sehr ruhig und entspannt bei uns – man hört oft, dass wir eine familiäre Perle seien.“

Die Lage der „Perle“ ist beschaulich: direkt am Wald, großes Außengelände. Dass Hahausen sich bei den Planungen „für die teurere Version“ entschieden hatte, hielt er schon damals für „vernünftig und richtig“, meint Hoffmeister heute. Zur Auswahl standen: der Ausbau des Dorfgemeinschaftshauses oder ein Neubau. In den Fraktionen des Ortsrates herrschte darüber Uneinigkeit. Letztlich wurde es der Neubau. Doch zurück ins Jahr 2018: Noch jemand feiert das 25-jährige Jubiläum ganz besonders – Dagmar Altmann. Sie ist vom ersten Tag an dabei. „Hey Dagmar, kennst du mich noch?!“ Die Frage hört das Kindergarten-Urgestein ziemlich oft. 

Lustig sei das, erzählt die 58-Jährige, wenn große, längst erwachsene Männer, „zum Beispiel von der Feuerwehr“, sie plötzlich auf der Straße begrüßen als wären sie immer noch unschuldige vier Jahre alt... So merkt die Erzieherin immer wieder, dass sie „ihren“ Kindergarten mitgeprägt hat. „25 Jahre? Puh, das hört sich ganz schön lang an“, sagt sie. „Aber mir war nie langweilig! Ich wollte hier nie weg.“

Lydia Ursel (li.) leitet den Kindergarten, Dagmar Altmann ist seit 25 Jahren dabei.

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Die Jungs schlüpfen in die Rolle der „stärksten Männer der Welt“.

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