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Sportlerehrung der Stadt Goslar in neuem Gewand

Trainer Anne Beese (Mitte) macht das Victory-Zeichen. Die J.E.T.s wurden schon zum achten Mal „Mannschaft des Jahres“.

Trainer Anne Beese (Mitte) macht das Victory-Zeichen. Die J.E.T.s wurden schon zum achten Mal „Mannschaft des Jahres“.

Die J.E.T.s des MTV Goslar wurden am Freitagabend zum achten Mal als „Mannschaft des Jahres“ in der Stadt Goslar gekürt. Jolyn Beer und Jonas Schneider als Einzelsportler geehrt.

Von Frank Saigge Freitag, 08.05.2015, 22:09 Uhr

Wer im Landkreis an der Spitze steht, der sollte in der vereinten Stadt Goslar allemal an der Spitze stehen. Und so war es dann auch keine Überraschung, dass die J.E.T.s des MTV Goslar und Jolyn Beer vom Schützenverein Lochtum, kürzlich in Clausthal-Zellerfeld ausgezeichnet, auch in der Hahndorfer Mehrzweckhalle geehrt wurden.

„Sportler des Jahres“ wurde Schwimmer Jonas Schneider vom MTV, aber dass der zweifache Jugend-Landesmeister gegen die Biathleten und Olympia-Medaillengewinner Arnd Peiffer und Daniel Böhm zuvor chancenlos gewesen war, dürfte nachvollziehbar sein.

Es waren also diesmal in allen Kategorien hochwertige Leistungen, die von Henning Bartel, Marketing-Leiter der GZ, mit den von der Goslarschen Zeitung gestifteten Ehrenpreisen gewürdigt wurden, Zugabe zu den Auszeichnungen der Stadt für ihre herausragenden Sportler bei der traditionellen Ehrung.

Für die J.E.T.s war es in Goslar schon die achte Auszeichnung dieser Art, die sie sich durch den Durchmarsch in der 2. Bundesliga und Platz fünf bei der deutschen Meisterschaft redlich verdient hatten. Wie üblich war die Gruppe komplett vor Ort, obwohl sie heute in Großostheim ihren vierten und letzten Bundesligawettkampf zu bestreiten hat.

Das war Jolyn Beer nicht vergönnt, für die Mutter Beate die Trophäe in Empfang nahm. Die Mannschafts-Weltmeisterin im Kleinkaliber-Dreistellungskampf der Juniorinnen bestritt gestern Abend einen Wettkampf in Pilsen und war unabkömmlich.

Waren also diese beiden Wahlen zu erwarten gewesen, so zeigte sich Jonas Schneider doch sichtlich überrascht, als sein Name aufgerufen wurde. Bei dem 17-Jährigen war die Wahl der Jury, bestehend aus Vertretern von Rat und Verwaltung sowie der Goslarschen Zeitung, wesentlich enger. Nein, er habe nicht damit gerechnet, beteuerte er. „Ich habe mir auch keine Gedanken gemacht, wer es werden könnte“, meinte der MTV-Schwimmer, der als Jugend-Landesmeister über 400 Meter Freistil und 200 m Rücken auf sein sportlich erfolgreichstes Jahr zurückblicken konnte.

Zum dritten Mal wurde diese Veranstaltung im aktuellen Zwei-Jahres-Rhythmus von einem Goslarer Verein ausgerichtet. Ungewöhnlich war sicherlich, dass sich nach dem VfL Oker und dem MTV Goslar diesmal mit dem SV Hahndorf ein relativ kleiner Verein, seit einigen Wochen zudem noch ohne 1. Vorsitzenden, dazu bereit erklärt hatte.

Aber diese Kopflosigkeit war der Veranstaltung nicht anzumerken. Das Organisationsteam um die2. Vorsitzende Corinna Wittig und den Ex-Vorsitzenden Ulrich Schramm-Banas hatte dank einer erklecklichen Helferzahl ganze Arbeit geleistet und eine runde Angelegenheit zustande gebracht, zu der neben den eigenen Abteilungen Jugendfußball und Tischtennis auch die Radballer des benachbarten RC Germania beitrugen.

Auch die erstmals vom neuen Sportsachbearbeiter Sascha Feier und Moderator Uwe Jürgens begleitete städtische Ehrung erfreute mit einigen Neuerungen, die das Prozedere für 45 Einzelsportler und zehn Mannschaften strafften. Wichtig war vor allem dabei, dass es eben die Sportler, ihre Leistungen und ihre Sportart waren, die in der aufgehübschten Mehrzweckhalle im Mittelpunkt standen.

Darauf hatte auch Bürgermeisterin Renate Lucksch in ihrem Grußwort hingewiesen, die Goslar als sportbegeisterte Stadt bezeichnete, in der der Sport „auch in Zeiten klammerer Kassen gut aufgehoben“ sei. Besonders erfreut zeigte sie sich über das Engagement des SV Hahndorf und appellierte, dem Beispiel zu folgen und die Gelegenheit zu nutzen, durch eine solche Veranstaltung in eigener Sache zu werben.

Bürgermeisterin Renate Lucksch (Mitte) mit den Einzelsportlern des Jahres 2014: Beate Beer in Vertretung ihrer Tochter Jolyn und Jonas Schneider.

Bürgermeisterin Renate Lucksch (Mitte) mit den Einzelsportlern des Jahres 2014: Beate Beer in Vertretung ihrer Tochter Jolyn und Jonas Schneider.

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