Sparda-Bank: Personal nur noch auf Anfrage
Vor zwei Jahren wurde aus der einzigen Sparda-Bank-Filiale in Goslar in der Breiten Straße eine SB-Service-Stelle. Archivfoto: Sowa
Goslar. Die Berater der Sparda-Bank sind für Goslarer Kunden nur noch per Telefon erreichbar – zumindest im ersten Schritt. Seit Anfang des Jahres finden Beratungstermine in der Filiale an der Breiten Straße nur noch nach telefonischer Vereinbarung statt. Allgemeine Öffnungszeiten gibt es nicht mehr.
Goslar. Die Berater der Sparda-Bank sind für Goslarer Kunden nur noch per Telefon erreichbar – zumindest im ersten Schritt. Seit Anfang des Jahres finden Beratungstermine in der Filiale an der Breiten Straße nur noch nach telefonischer Vereinbarung statt. Allgemeine Öffnungszeiten gibt es nicht mehr.
Damit setzt sich ein Trend fort, wegen dem die Sparda-Bank ihre persönliche Erreichbarkeit bereits vergangenes Jahr verringert hatte. „Unsere Kunden nutzen immer mehr digitale Angebote rund um ihr Girokonto. Dies zeigt besonders die abnehmende Kundenfrequenz in unseren Filialen“, begründet Sparda-Sprecherin Ariane Rehbein den Personalabzug aus Goslar. Zuletzt waren in der Filiale vier Mitarbeiter sowie ein Bankberater der DEVK tätig. „Alle Mitarbeiter sind weiterhin bei der Sparda-Bank Hannover beschäftigt“, so die Sprecherin. Eine Terminvereinbarung in Goslar sei ganz einfach telefonisch oder online möglich.
Diese Termine würden bereits jetzt gut angenommen. Alternativ zum Treffen vor Ort mit dem Berater würden ausgebildete Bankkaufleute zwischen 8 und 18 Uhr gerne alle Fragen am Telefon beantworten und Kundenaufträge entgegennehmen.
Eine komplette Schließung der Goslarer Sparda-Bank-Filiale sei „aktuell nicht vorgesehen“, so Rehbein. Weiterhin stehe den Kunden zwischen 6 und 24 Uhr ein „moderner SB-Bereich“ mit Geld- und Einzahlungsautomaten, Kundenselbstbedienungsterminal und Kontoauszugdrucker zur Verfügung.
Das soziale Engagement in der Region soll durch die abgeschafften Öffnungszeiten nicht beeinträchtigt werden. Über ihre Stiftung unterstützte die genossenschaftlich organisierte Sparda-Bank allein 2016 mehrere gemeinnützige Projekte mit rund 11.000 Euro. Dazu Sprecherin Rehbein: „Das Fördergebiet der Stiftung Sparda-Bank Hannover verändert sich nicht. Die Stiftung freut sich auch weiterhin auf Förderanträge aus Goslar“.
Der SB-Bereich steht für Kunden also offen, was mit den vier Mitarbeiter-Büros und der Küche passiert, ist unklar. „Aktuell sind keine Veränderungen geplant“, heißt es dazu aus der Sparda-Zentrale in Hannover. Die Bank hatte erst vor wenigen Jahren kräftig in ihre Filiale investiert. Für rund 250.000 Euro wurde 2014 das Gebäude an der Breiten Straße umgebaut und modernisiert.
Vorher war die Bank mit Wurzeln in der Eisenbahnerbranche in der Petersilienstraße zu Hause. Im Juli 2013 war das bei Haus einem Großfeuer zerstört worden. Noch heute klafft an der Stelle in der Innenstadt eine große Lücke.
Dieser Hinweis hängt im Schaufenster der Filiale.