So bereitet sich der Landkreis Goslar auf den Schulstart vor
Leerstand, wo sonst die Schüler der Adolf Grimme-Gesamtschule in Goslar die Räume beleben. Foto: Epping
Goslar. Der Landkreis Goslar ist Schulträger für 24 allgemeinbildende und drei berufsbildende Schulen im gesamten Kreisgebiet. Unabhängig von den Entscheidungen der Bund-Länder-Gespräche am Mittwoch habe sich der Landkreis bereits in den vergangenen Wochen intensiv mit der Wiederaufnahme des Schulbetriebs auseinandergesetzt, erklärt Kreissprecher Maximilian Strache auf GZ-Anfrage. Der Landkreis stehe im Austausch mit den Schulleitungen und den Beförderungsunternehmen für den Schülertransport.
Unter anderem sei mit fachärztlicher Unterstützung von der Asklepios-Klinik sowie Vertretern der Schulleitungen ein Maßnahmenkatalog erstellt und mit den Schulleitungen sowie den Trägern der Grundschulen im Kreisgebiet besprochen worden, teilt Strache mit. „Dieser Katalog sieht unter anderem vor, dass neben dem Tragen von Mund-Nasen-Schutz die Handwaschhygiene sowie die Abstandsregelungen im Schulbetrieb gesondert zu beachten sind. Für die Schulsekretariate wird, vergleichbar mit Supermärkten, die Installation eines Spuckschutzes in Betracht gezogen.“ Mit Blick auf den Schülertransport gebe es verschiedene Optionen, die eine Einhaltung der Abstandsregelungen unterstützen könnten. Möglich seien da weitere Routen, ein erhöhter Fahrzeugeinsatz, Unterrichtszeiten im Schichtsystem sowie Unterricht an Samstagen, erklärt Strache.
Außerdem beabsichtige die Kreisverwaltung, die Anmeldungen der aktuellen Viertklässler für die weiterführenden Schulen auf elektronischem Weg vorzunehmen, damit die persönlichen Kontakte im Schulsekretariat auf ein Minimum reduziert werden können. Aufgrund der sehr unterschiedlichen Voraussetzungen an den Schulstandorten müsse der Schulbetrieb an den Einzelstandorten individuell betrachtet werden. „Allein schon aufgrund der Gebäudegröße oder der Anzahl der Klassenräume muss die Situation getrennt bewertet werden“, so der Sprecher.
Landrat Thomas Brych weist darauf hin, dass bei der Wiederaufnahme des Schulbetriebs „Fingerspitzengefühl und die Disziplin jedes Einzelnen“ gefragt sind. Der Landkreis wolle bei der Einführung und Einhaltung von Sicherheitsmaßnahmen unterstützen. Er weist auch darauf hin, dass die Schulen und Eltern gefragt seien. „Ich bin mir aber sicher, dass man sich dort in den vergangenen Wochen ebenfalls Gedanken gemacht hat, wie der Schulbetrieb nach dem Corona-Shutdown wieder hochgefahren werden kann.“