Seesen sucht neue Müllumschlagstation
Seesen. Die Kreiswirtschaftsbetriebe (KWB) suchen einen neuen Standort für die Müllumschlagstation Bornhausen bei Seesen. Die Stadt hofft darauf, dass die Sammelstelle für Wertstoffe und Restabfall wie Altreifen, Baumischabfälle, Elektro- und Elektronikschrott, Garten- und Bauabfälle im Stadtgebiet bleibt.
Seesen. Die Kreiswirtschaftsbetriebe (KWB) suchen einen neuen Standort für die Müllumschlagstation Bornhausen bei Seesen. Die Stadt hofft darauf, dass die Sammelstelle für Wertstoffe und Restabfall wie Altreifen, Baumischabfälle, Elektro- und Elektronikschrott, Garten- und Bauabfälle im Stadtgebiet bleibt.
Seesens Bürgermeister Erik Homann sagt: „Es ist ganz wichtig, dass die Müllumschlagstation nicht woanders hinkommt.“ Er will vermeiden, dass die Seesener mit ihren Abfällen zum Beispiel nach Langelsheim fahren müssten. Danach sieht es derzeit aber nicht aus. Die Standortfrage ist noch ungeklärt. Ein städtisches Grundstück kann Homann den KWB Goslar nicht bieten. Er habe daher versucht, ein privates Gelände zu vermitteln. Was daraus geworden ist, weiß er derzeit nicht.
Dennoch scheint es gut für die Seesener auszusehen. Landkreismitarbeiter Thomas Walter, einer der stellvertretenden KWB-Betriebsleiter, berichtet von „relativ erfolgreichen“ Gesprächen. Es sehe gut aus, dass in den kommenden zwei Wochen ein Vertrag unterzeichnet werden könne.
Der Umzug wird notwendig, weil die Deponie Bornhausen, die sich auf demselben Grundstück befindet, eine Oberflächenabdichtung erhält. Die Arbeiten sollen spätestens im Frühjahr 2019 beendet sein. Während dieser Zeit ist für die Müllumschlagstation kein Platz, auch aus Gründen der Sicherheit und Unfallverhütung.
Während des Umzugs der Müllumschlagstation soll diese auf den neuesten Stand gebracht werden. Beim Bau 1992 und 1993 hatte die Behörde auf eine 50 Zentimeter starke Abdichtung als Schutz unterhalb der Kunststoffschicht verzichtet, obwohl dies ein Entwurf für Anlagen von Siedlungsabfällen bereits vorsah. Verpflichtend wurde die Schutzschicht indes erst vier Monate nach Erteilung der Baugenehmigung. Eine solche Schicht soll nun gebaut werden.
Walter deutet eine weitere Veränderung an. Auf dem Grundstück, auf dem zum Müllsammeln mehrere Container gelagert werden, könnte, wenn ausreichend Platz ist, auch Grünschnitt angenommen werden. Das ist bisher nicht der Fall. Die KWB betreiben im Landkreis drei solcher Einrichtungen. Neben der Müllumschlagstation Bornhausen gibt es eine in Clausthal-Zellerfeld und eine etwas größere Abfallentsorgungsanlage im Heiligenholze zwischen Goslar und Harlingerode.