Zähl Pixel
GZ-Archiv

Sechs Menschen aus bedrohlichen Lagen gerettet

Ein Großbrand in der Grubenstraße forderte im vergangenen Jahr 200 Feuerwehrleute über viele Stunden lang. Archivfoto: Leifeld

Ein Großbrand in der Grubenstraße forderte im vergangenen Jahr 200 Feuerwehrleute über viele Stunden lang. Archivfoto: Leifeld

Othfresen. Die Freiwillige Feuerwehr Othfresen ist als Stützpunktfeuerwehr sehr gut aufgestellt und ausgerüstet. 

Von Andrea Leifeld Freitag, 02.03.2018, 17:22 Uhr

Die Freiwillige Feuerwehr Othfresen ist als Stützpunktfeuerwehr sehr gut aufgestellt und ausgerüstet. Auch mit ihrem Ausbildungsstand und bei den absolvierten Einsätzen brauchen die 66 Einsatzkräfte einen Vergleich mit einer Schwerpunktfeuerwehr nicht zu scheuen. Voller Lob und Anerkennung äußerte sich der stellvertretende Kreisbrandmeister Andreas Hoppstock bei der umfangreichen Jahreshauptversammlung.

Schon der Blick auf 41 Einsätze im Berichtsjahr machte ein arbeitsreiches Jahr deutlich. Belastend waren vor allem jene schweren Verkehrsunfälle bei Döhrenhausen und Posthof, die Todesopfer forderten. Dem Fahrer eines VW, der auf der L500 bei Neuenkirchen in einen entgegenkommenden Lkw raste, konnte – dank des doppelten hydraulischen Rettungssatzes – das Leben gerettet werden.

Ein „Feuerschein in der Grubenstraße“ führte im Mai zu einem Großbrand, deren Bekämpfung sich mit 200 Einsatzkräften über viele Stunden hinzog. Ein anderer, von vorbeifahrenden Autofahrern bemerkter Feuerschein auf dem Friedhof führte hingegen nur zu einer brennenden Feuerschale in Heißum. Ölspuren, Tragehilfen, Sturm und Hochwasserhilfen kamen dazu.

„Alles in allem haben wir das breite Spektrum der möglichen Einsatzarten abgearbeitet“, betonte Ortsbrandmeister Dennis Dorn. „Der Großbrand und die Menschenrettungen haben den Einsatzkräften alles abverlangt.“ Vier Menschen verstarben an den Einsatzstellen. Aber es konnten auch sechs Menschen aus lebensbedrohlichen Notlagen gerettet werden. „Schon alleine das gibt uns die Kraft und Motivation, uns weiterhin mit vollem Engagement im Einsatz und unserer Ausbildung einzusetzen.“ Wie wichtig gut ausgebildetes Personal, moderne Ausrüstung und neue Fahrzeuge im Fuhrpark sind, um die Aufgaben mit allen ständig wachsenden Anforderungen zu stemmen, daran ließ er in seinem Jahresbericht keinen Zweifel.

Mit dem neuen Gerätehaus aus dem Jahr 2015, dem HLF 20 im vorigen Jahr und der nahen Ersatzbeschaffung des Einsatzleitwagens (ELW) in diesem Jahr sei die Wehr „technisch auf einem Top-Stand“, richtete Dorn seinen Dank in Richtung Rathaus und an Bürgermeister Alf Hesse. Der Anbau einer Garage als Lagerplatz soll in Eigenleistung und kostenneutral für die Gemeinde umgesetzt werden. Zehn erfolgreiche Lehrgänge bei der Feuerwehrtechnischen Zentrale Goslar und elf in der Landesfeuerwehrschule Celle belegten die beständigen Fortbildungen. Mit den „Feuerbären“ und der Jugendfeuerwehr steht der Nachwuchs quasi in den Startlöchern. Mit der erfolgreichen Teilnahme am „Truppmann 1“-Lehrgang ist diesem dann mit mindestens 16 Jahren der Weg in die aktiven Einsatzreihen geöffnet.

Wahlen: Rüdiger Dettmer (Gerätewart).
Neueinsteiger: Felix Melzian (FFW Liebenburg), Christopher Gypps (FFW Upen).
Verpflichtungen: Rouven Pieper. Lareen Rochow.
Beförderungen: Sonja Arnecke (Feuerwehrfrau), Sven Peters, Jonas Fellmann, Denny Rieche (alle Feuerwehrmann), Claudia Rieche (Oberfeuerwehrfrau), Chris Wellegehausen (Hauptfeuerwehrmann), Heiko Wolf (Erster Hauptfeuerwehrmann), Andreas Elges (Löschmeister), Uwe Wüstefeld (Hauptlöschmeister), Dennis Dorn (Oberbrandmeister).
Ehrungen: Tobias Fricke, Wolfram Schmidt, Sebastian Thiele (25 Jahre aktiv), Lutz Sandvoß (40 Jahre Mitgliedschaft), Kurt Höfer, Wolfgang Müller (50 Jahre Mitgliedschaft).

Name: Freiwillige Feuerwehr Othfresen
Ortsbrandmeister: Dennis Dorn
Kontakt: Tel. (0 53 46) 9 20 71 30
Mitglieder: 464 = 66 in Einsatzabteilung, 43 Passive, 322 Förderer, 13 in Jugendfeuerwehr, 20 in Kinderfeuerwehr
Termine 2018: Teilnahme am FFW-Fest in Dörnten (9./10. Juni), 150-Jahre LFV mit Festmeile in Lüneburg (22./23. September), Weinfest der Othfresener Kinderfeuerwehr (29. September), Teilnahme 40 Jahre Jugendfeuerwehr in Upen (Herbst)

Die neu Gewählten, Geehrten und Beförderten der Feuerwehr stellen sich zu einem Erinnerungsfoto auf.  Foto: Leifeld

Die neu Gewählten, Geehrten und Beförderten der Feuerwehr stellen sich zu einem Erinnerungsfoto auf. Foto: Leifeld

Die Redaktion empfiehlt
Diskutieren Sie mit!