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Sondersitzung der Gesellschafter

Schwere Vorwürfe gegen Geschäftsführer der Stadtwerke Clausthal-Zellerfeld

Der Betriebsausschuss tagt im Sitzungsraum der Stadtwerke.  Foto: Römhild

Der Betriebsausschuss tagt im Sitzungsraum der Stadtwerke. Foto: Römhild

Clausthal-Zellerfeld. Mit schwerwiegenden Vorwürfen gegen den Geschäftsführer der Stadtwerke Clausthal-Zellerfeld, Carsten Eisfelder, mussten sich am Mittwochabend die Ratsmitglieder der Berg- und Universitätsstadt in einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung der Stadtwerke befassen.

Donnerstag, 20.08.2020, 18:07 Uhr

Wie im Vorfeld aus Kreisen des Stadtrates zu hören war, ging es unter anderem um Hinweise auf ein Investitionsdefizit in Millionenhöhe, um seit Jahren unzureichende Sanierung der Wasser- und Stromleitungen sowie um Baumängel am Freizeitbad. Wie Britta Schweigel, Bürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzende, im Anschluss an die nicht-öffentliche Sitzung im Kurgastzentrum in Altenau auf GZ-Anfrage sagte, habe die Sitzung auf Wunsch des Rates stattgefunden, um ausführlicher über diese Themen informiert zu werden. Beschlüsse seien nicht gefasst worden.

Der Geschäftsführer der Stadtwerke, Carsten Eisfelder, sagte der GZ, die Bewertung der Vorwürfe, die auch in einer anonymen E-Mail an die Ratsmitglieder und an Mitarbeiter der Stadtwerke gegangen waren, sei noch nicht abgeschlossen. Die Stadtwerke würden die Vorwürfe „fundiert prüfen“ und dann gegebenenfalls weitere Schritte beschließen.

Ein hochrangiger Mitarbeiter der Stadtwerke, der auf verschiedenen Wegen auf die seiner Ansicht nach gravierenden Probleme in dem Unternehmen aufmerksam gemacht hatte, war Anfang Mai fristlos entlassen worden – wie kurz darauf auch seine Ehefrau, die ebenfalls für die Stadtwerke tätig war. Die entsprechenden Verfahren vor dem Arbeitsgericht laufen derzeit.

Das Gesundheitsamt Goslar prüft unterdessen die Qualität des Trinkwassers am Hirschler Teich jeden Tag, statt, wie üblich, alle drei Monate. Erst im Juli waren dort nach Angaben eines Landkreissprechers Grenzwerte überschritten worden, was den Zusatz von Chlor erforderlich machte. Laut Stadtwerke werden dort derzeit neue Filteranlagen installiert.

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