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Schulschließung weiter ein Thema

Laut Bürgermeister Stefan Grote steht der Erhalt der Grundschule in Hohegeiß weiter auf dem Prüfstand, weil die Zahl der Schüler zurückgeht.  Archivfoto: Eggers

Laut Bürgermeister Stefan Grote steht der Erhalt der Grundschule in Hohegeiß weiter auf dem Prüfstand, weil die Zahl der Schüler zurückgeht. Archivfoto: Eggers

Stefan Grote hat die Grundschule Hohegeiß weiter auf dem Kieker. Nach seinen Worten müsse die Schule geschlossen werden, wenn alle Jahrgänge in einer Klasse unterrichtet werden.

Von Michael Eggers Dienstag, 27.05.2014, 20:00 Uhr

Der Bürgermeister ist missverstanden worden. Er betont, er habe nicht gesagt, dass er keine Schule schließen will, sondern nur, dass er die Glückauf-Schule in St. Andreasberg nicht schließen will.

Dabei bekam er aus seiner Sicht unverhofft Zustimmung von der CDU-Fraktion. Dessen Vorsitzender Albert Baumann betonte in der Informationsveranstaltung des Schulelternrats in St. Andreasberg zwar, dass die CDU keiner Schulschließung zustimmen werde, „es sei denn die Eltern wollen das“, sagte er. Weiter meinte Baumann, dass man in diesem Fall auch mit den Lehrern sprechen müsse. „Bindend ist für uns aber der Elternwille, der steht ganz, ganz oben“, unterstrich er.

Ähnlich äußerten sich auch die Vertreter von SPD, Boris Dittrich, und Grünen, Isolde Bressem. Beide betonen, sie seien selbst Fahrschüler gewesen, und dies sollte zumindest den Grundschülern erspart werden. „Wenn man in so jungen Jahren schon fahren muss, kann das nicht gut sein“, sagte Dittrich. Auch Manfred Gille, der Fraktionsvorsitzende der Bürgerliste, sprach sich ebenfalls für den Erhalt der Schulen aus. „Ich habe schon 1974 für den Erhalt der Grundschule Hohegeiß gekämpft“, betonte Gille.

Laut Grote geben die von der Stadt ermittelten Zahlen aber Anlass zur Sorge. So soll die Schülerzahl 2017 erstmals wieder unter die 26-Schüler-Marke fallen, nach der Kombiklassen eingerichtet werden müssten. „Dann werden vier Jahrgänge gleichzeitig in einer Klasse von einer Lehrerin unterrichtet“, sagte er. Und weiter: „Das ist aus meiner Sicht pädagogisch überhaupt nicht sinnvoll“, meinte er, und Astrid Gause-Marhenke, die Leiterin der Glückauf-Schule, gab ihm Recht.

Ein weiteres Problem sei die Bezahlung der Schulleiterin in Braunlage. Die würde sinken, wenn die Zahl der Schüler unter 80 sinkt. „Das ist schon in zwei Jahren, 2016, der Fall“, sagt Grote, es sei denn, die Hohegeißer Schüler würden nach Braunlage wechseln.

Für Probleme sorgt laut dem Bürgermeister, dass die Grundschule des Bergdorfs aus rechtlichen Gründen nicht einfach als Zweigschule der Wurmbergschule geführt werden dürfe. „Dafür müssten wir die Hohegeißer Grundschule erst einmal baulich richtig instand setzen“, kündigte er an. Grote betonte aber, dass es nicht sein Hobby sei, Schulen zu schließen.

Glückauf-Schulleiterin Gause-Marhenke zweifelte aber die von der Stadt ermittelten Zahlen an. „Für St. Andreasberg stimmen sie nicht“, meinte sie. Zudem könne die Verwaltung ja auch nicht vorhersagen, wie viele Bürger in die Stadt ziehen. „Wir hatten jetzt das Glück, dass wir auf einen Schlag zehn neue Kinder in St. Andreasberg begrüßen konnten“, sagt sie. Diese seien zuvor in keiner Statistik aufgetaucht.

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