Schüsse auf 55-Jährigen: Mutmaßliche Täter festgenommen
Wochen nach der Tat hat die Polizei den mutmaßlichen Schützen in Wilhelmsburg aufgespürt. (Symbolbild) Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Mitte September wurde ein 55-Jähriger in Heimfeld durch einen Schuss lebensgefährlich verletzt. Nun hat die Polizei drei Tatverdächtige ermittelt.
Hamburg/Hannover. Nach Schüssen auf einen 55 Jahre alten Mann in Hamburg-Heimfeld hat die Polizei den mutmaßlichen Schützen festgenommen. Wie aus einer Mitteilung der Polizei hervorgeht, steht ein 24-Jähriger im Verdacht, Mitte September auf den Mann geschossen und ihn dabei lebensgefährlich am Bein verletzt zu haben.
Der Tatverdächtige wurde am Mittwoch im Stadtteil Wilhelmsburg aufgespürt und ein Haftbefehl gegen ihn vollstreckt. Ein ebenfalls angetroffener 29-jähriger Begleiter wurde vorläufig festgenommen. Eine Haftrichterin verkündete gegen den 24-Jährigen einen Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Totschlags. Gegen den 29-Jährigen wurde wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Waffengesetz ebenfalls Haftbefehl erlassen.
Bei der Durchsuchung einer Wohnung in Wilhelmsburg, aus der die beiden Männer zuvor gekommen waren, fanden die Einsatzkräfte eine scharfe Schusswaffe, zwei demontierte Schusswaffen, Munition sowie verschiedene Schlag- und Stichwaffen. Außerdem stellten sie rund 15 Gramm mutmaßliche Betäubungsmittel und weitere Beweismittel sicher.
Ermittlungen führen nach Hannover
Ein weiterer 25 Jahre alter Tatverdächtiger wurde in seiner Wohnung in Hannover angetroffen. Er soll bei der Schussabgabe ebenfalls anwesend gewesen sein und gemeinsam mit den anderen Männern vom Tatort geflüchtet sein. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung stellten die Ermittler weitere Beweismittel sicher. Der Mann wurde anschließend entlassen, da die Voraussetzungen für einen Haftbefehl nicht vorlagen.
Die Schüsse waren am 15. September gegen 0.38 Uhr in der Hamburger Schwarzenbergstraße gefallen.