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Sanierung wird für August anvisiert

Steht unter Denkmalschutz und muss daher mit Fingerspitzengefühl saniert werden: Viadukt im Hellertal. Foto: GZ-Archiv

Steht unter Denkmalschutz und muss daher mit Fingerspitzengefühl saniert werden: Viadukt im Hellertal. Foto: GZ-Archiv

Altenau. Nach langwierigen Verhandlungen zwischen der Unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises Goslar und dem Bauamt der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld zeichnet sich eine Lösung für die Hellertalbrücke ab.

Von Ralf Kirmse Freitag, 26.05.2017, 12:24 Uhr

Wie das in die Jahre gekommene Bauwerk, das die von Clausthal-Zellerfeld nach Altenau führende Kreisstraße 38 überspannt, saniert werden kann, war zwischen Denkmalpflege und Kommune lange Zeit ein heiß diskutiertes Thema.

In der kommenden Woche ist nun ein weiterer Termin angesetzt, zu dem die beteiligten Behördenvertreter zusammenkommen werden. Fabian Gerstenberg vom Bau- und Ordnungsamt in Clausthal-Zellerfeld zeigte sich zuversichtlich, dass dabei die letzten noch offenen Fragen geklärt werden können.

Im Großen und Ganzen herrscht mittlerweile Einigkeit zwischen den Behörden, wie die Sanierung aussehen könnte. Der jüngste vom Bauamt eingereichte Vorschlag habe der Denkmalschutzbehörde jedenfalls gefallen, berichtete Gerstenberg.

Vorrangiges Ziel ist es, die Standsicherheitsprobleme der sehr steilen Böschung auf der östlichen Seite des Viaduktes in den Griff zu bekommen. Zu diesem Zwecke soll die Böschung abgeflacht werden. In diesem Zuge soll auch die dortige marode Stützmauer saniert werden.

Ein aus dem Jahr 1942 stammender Flügel, mit dem die Brücke verlängert worden war, soll zurückgebaut werden. Eine schlanke Fußgängerbrücke in moderner Art ist als Ersatz geplant.

Im Wesentlichen seien nur noch Detailfragen zu klären, meint Gerstenberg. Zum Beispiel sei noch nicht abschließend klar, wie das Brückengeländer aussehen soll. Stahl oder Aluminium stehen zur Auswahl.

Die Hellertalbrücke diente bis in die 1960er Jahre hinein als Eisenbahnviadukt. Heute führt ein beliebter Rad-und Wanderweg über das Bauwerk. Im Winter verläuft hier eine Loipe. Dementsprechend soll auch künftig gewährleistet sein, dass ein Loipenspurgerät die Brücke nutzen könne, sofern es das zulässige Gewicht nicht überschreite, erklärte Gerstenberg.

Er zeigte sich zuversichtlich, dass die Ausschreibung noch im Juni auf den Weg gebracht werden kann. Die Bauarbeiten, fürdie er drei Monate veranschlagt, könnten dann bereits im August beginnen.

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