Round Table: Rennverein und GZ bei German Racing zu Gast
<p>Gastgeber des „Round Table“ von German Racing für Pressevertreter der Rennvereine: Marina Hintze und Jan Pommer. Foto: Rühl</p>
Bad Harzburg/Hannover. Zum ersten „Round Table Meeting“ für Pressevertreter der Rennvereine hatte „German Racing“, die Dachmarke des deutschen Galopprennsports, Pressevertreter der Rennvereine ins Hotel Courtyard Hannover Maschsee eingeladen. Darunter auch Bad Harzburgs Rennvereinspräsident Stephan Ahrens und Egon Knof, Redakteur der Goslarschen Zeitung. Das Duo berichtete über die jahrzehntelange Medienpartnerschaft des Rennvereins und der Goslarschen Zeitung.
Neben den beiden Kurstädtern begrüßten Jan Pommer, Geschäftsführer PR und Marketing, und Marina Hintze, Leitung Kommunikation und Sales“ als Gastgeber von German Racing Vertreter der Rennvereine Hannover, Baden-Baden, Köln, Düsseldorf, Dortmund, Mülheim, Hoppegarten und Saarbrücken. Pommer machte zu Beginn der Veranstaltung deutlich, dass nach einer Studie drei Viertel der Rennbahnbesucher nach eigener Aussage „wohl wiederkommen“ oder den Galoppsport zumindest „weiterempfehlen“ würden. Gleichwohl spiele der Galoppsport in den Medien eine nur untergeordnete Rolle. Um Pferderennen mehr in den Fokus der Öffentlichkeitzu rücken, nannte Pommer vor allem drei Schwerpunkte: „Wir müssen Wetten einfacher an den Mann oder die Frau bringen“, „wir müssen neben professioneller Vermarktung mehr auf Nachhaltigkeit hinweisen“, und „die Rennfilme müssen besser werden“.
{picture1s} Was das Wettgeschäft betrifft, kann sich der Harzburger Rennverein nicht beklagen. Der Toto-Umsatz brummt in den Tagen der Galopprennwoche auf der Rennbahn am Weißen Stein in Bündheim. Und so gingen an den fünf Renntagen im Juli knapp 1,173 Millionen Euro durch die Kassen. Stephan Ahrens, der „Die Erfolgsgeschichte der Bad Harzburger Galopprennwoche“ vorstellte, sieht den Harzburger Rennverein als Meetingveranstalter im Vorteil gegenüber den Rennvereinen, die über das Jahr verteilt Renntage veranstalten: „Wir haben 50 Wochen Zeit, um unsere Rennwoche vorzubereiten und dann zwei Wochen Gas zu geben.“
Bad Harzburg sehe sich als Familien-Rennbahn, auf der der Basissport, gespickt mit einigen sportlichen Highlights, im Mittelpunkt stehe. Ein Konzept, „das aufgeht“, wie Ahrens betonte. Bestes Beispiel dafür seien die beliebten Superhandicaps, „denn wo, außer bei uns, haben auch kleinere Besitzer die Möglichkeit, in einem Ausgleich IV so viel Geld zu verdienen?“. Die Superhandicaps, in diesem Jahr waren es gleich fünf, sind mit 20.000 Euro dotiert.
Ein weiterer Vorteil sei, „dass wir alle ehrenamtlich arbeiten. Und alle sind mit Herzblut dabei“. Die Region Goslar/Bad Harzburg und das Alte Braunschweiger Land identifizierten sich mit der Rennwoche, was auch die Sponsorensuche erleichtere: „Unsere Rennen sind alle durchgesponsert“, stellte Ahrens fest.
{picture2s} Über die sehr enge Zusammenarbeit zwischen dem Harzburger Rennverein und der Goslarschen Zeitung als langjährigem Medienpartner in Sachen Galopp, berichtete Egon Knof. Der GZ-Redakteur mit einer großen Affinität zum Galopprennsport sprach von einigen glücklichen Fügungen, die die Partnerschaft zwischen dem Rennverein mit seinem Pressesprecher Daniel Delius und der GZ zu etwas Besonderen mache. Wobei sich die Berichterstattung in der GZ nicht nur auf die Galopprennwoche bezieht.
Angefangen bei GZ-Verleger Philipp Krause als Vorstandsmitglied im Rennverein über die Chefredaktion bis zu den Kollegen stünden alle hinter dem großen Turf-Engagement in der Lokalberichterstattung, wie Egon Knof hervorhob. Er selbst hat lange Jahre auf dem Gestüt Harzburg gewohnt und ist somit seit Kindesbeinen an in den Galoppsport involviert. Seit 1981 berichtet der GZ-Redakteur von der Rennwoche, seit 1989 gibt es den Rennkurier der Goslarschen Zeitung, und schließlich nimmt auch das Gestüt Harzburg einen breiten Raum in den wöchentlichen GZ-Berichten aus dem Bereich Vollblutzucht und Rennen ein.
Weitere Referenten beim „Round Table“ von German Racing waren Philipp Hein, Geschäftsführer des Kölner Renn-Vereins („Der Kölner Rennverein und der 1. FC Köln“), Susanne Born, Pressesprecherin des Hannoverschen Rennvereins („Pressearbeit auf der Neuen Bult mit den Augen einer Vollblut-Journalistin“) und quasi als ein „Außenstehender“ Georg Ettwig, Leiter Marketing und Kommunikation bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), zum Thema „Best Cases“.