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Risse in der Brücke werden verpresst

Mithilfe eines so genannten Brückenuntersichtsgerätes – eine Art mobile Arbeitsbühne – bearbeiten Fachleute Risse im Beton der Weißwasserbrücke. Foto: Bruns

Mithilfe eines so genannten Brückenuntersichtsgerätes – eine Art mobile Arbeitsbühne – bearbeiten Fachleute Risse im Beton der Weißwasserbrücke. Foto: Bruns

Schulenberg. Die Erinnerungen an die jahrelange Sperrung der Bundesstraße 498 sind noch frisch. Bis 2013 wurde die Weißwasserbrücke über die Okertalsperre – von den Pfeilern abgesehen – nahezu neu gebaut. Und jetzt stehen schon wieder Arbeiten an.

Von Eike Bruns Freitag, 07.06.2019, 14:21 Uhr

Schulenberg. Die Erinnerungen an die jahrelange Sperrung der Bundesstraße 498 sind noch frisch. Bis 2013 wurde die Weißwasserbrücke über die Okertalsperre – von den Pfeilern abgesehen – nahezu neu gebaut. Und jetzt stehen schon wieder Arbeiten an.

„Fünf Jahre sind üblich als Gewährleistungsfrist“, erklärt Marcus Stolze, Leiter der zuständigen Straßenmeisterei Braunlage. Entsprechend habe die der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr zugehörige Straßenmeisterei auch Ende vergangenen Jahres bei der Baufirma Mängel angemeldet, die nicht unerwartet aufgetreten sind.

„So ein Betonüberbau ist durch die Temperaturunterschiede in Bewegung“, erklärt Stolze. Gerade ein 300 Meter langes Bauwerk wie die Weißwasserbrücke würde sich bei Wärme entsprechend ausdehnen beziehungsweise bei Kälte zusammenziehen. Da sei es wenig überraschend, wenn Risse auftreten.

Genau diese Risse bearbeitet die Baufirma nun im Rahmen der Gewährleistung. Mithilfe eines so genannten Brückenuntersichtsgerätes können die Arbeiter unterhalb der Fahrbahn agieren und entstandene Risse verpressen, ehe die Bausubstanz tatsächlich Schaden nimmt.

Stolze zählt solche Maßnahmen unter normalem Geschäftsbetrieb. Bis Ende kommender Woche, so rechnet der Leiter der Straßenmeisterei, werden die Arbeiten noch dauern. Solange wird der Verkehr halbseitig per Ampelregelung an der Baustelle vorbeigeführt.

Günter Hartkens, Leiter des Goslarer Geschäftsbereichs der Landesbehörde hat schon die Nachbarbrücke über den Seitenarm der Bramke im Blick. Derzeit würden die Untersuchungen noch laufen. Und klar sei, dass die Brücke der L517 in Richtung Schulenberg auf jeden Fall saniert werden muss. Nur wie umfangreich diese Arbeiten werden und wann sie tarten, das werde sich erst im Laufe der Untersuchungen herausstellen.

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