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Rettungsaktion an Lutters Weidenteich

Alle packen mit an – auch Jugendliche wie Filiz Rupp. Die Fische werden in Bassins gesetzt, um sie zu anderen Teichen transportieren zu können.

Alle packen mit an – auch Jugendliche wie Filiz Rupp. Die Fische werden in Bassins gesetzt, um sie zu anderen Teichen transportieren zu können.

Lutter. Hinter den Lutteraner Angelsportfreunden liegen dramatische Stunden. Seit anderthalb Wochen verlor der Weidenteich massiv Wasser. Stündlich sank der Wasserspiegel – und zwar so stark, dass die Fische zu verenden drohten. Die herrschende Hitze leistete zudem ihren Beitrag zur Dramatik. Nach zwei vergeblichen Versuchen gelang es den Mitgliedern des Angelsportvereins schließlich, das Wasser kontrolliert abzulassen, um am Samstag den Teich abzufischen und die Tiere in andere Gewässer zu bringen.

Von Andreas Gereke Montag, 13.08.2018, 19:30 Uhr

Lutter. Hinter den Lutteraner Angelsportfreunden liegen dramatische Stunden. Seit anderthalb Wochen verlor der Weidenteich massiv Wasser. Stündlich sank der Wasserspiegel – und zwar so stark, dass die Fische zu verenden drohten. Die herrschende Hitze leistete zudem ihren Beitrag zur Dramatik. Nach zwei vergeblichen Versuchen gelang es den Mitgliedern des Angelsportvereins schließlich, das Wasser kontrolliert abzulassen, um am Samstag den Teich abzufischen und die Tiere in andere Gewässer zu bringen.

Eigentlich sollte die Aktion erst am Donnerstag-, dann am Freitagabend laufen, aber Schlamm verstopfte jedes Mal wieder den Ablauf. „Mit Freispülen ging da nichts mehr, mit harter körperlicher Arbeit konnten wir schließlich am Freitagabend den Abfluss freibekommen, um Wasser kontrolliert ablaufen zu lassen“, berichtet ASV-Vorsitzender Thomas Klay.

Am Samstagvormittag startete dann die „Schlammschlacht“: In Wathosen waren die Angler im Teich unterwegs, um die Fische einzusammeln und in Bassins für den Transport zu verfrachten. Klay schätzt, dass die Aktiven Fische mit einem Gesamtgewicht von einer Tonne aus dem Weidenteich retten konnten – darunter ein 1,70 Meter großer Wels. „Wir sind froh, dass wir alles hinter uns haben“, sagt Klay mit Blick darauf, dass an drei Tagen hintereinander jeweils Mitglieder für die Rettung begeistert werden mussten. „Wir als Vorstand bedanken uns bei unseren Mitgliedern für deren Einsatz“, so Klay.

Warum der Teich plötzlich so massiv Wasser verlor, das ist unklar. „Das Paradoxe war, dass im Mönch zu sehen war, wie Wasser Richtung Weidenteich strömte, der Wasserspiegel aber immer stärker fiel“, erzählt Klay. Er vermutet, dass das Ufer über Jahre unterspült worden ist, denn an einer Stelle sackte auch immer wieder Erde ab – und nun das Wasser einen Weg fand, um abzufließen.

Wie geht es mit dem Weidenteich weiter? Pächter ist der ASV Lutter, Eigentümer der Flecken Lutter. Die Verwaltung ist eingeschaltet. „Wichtig ist, dass schnell etwas passiert. Ansonsten begrünt sich der Schlamm mit Gewächsen“, appelliert Klay.

Nur noch an einer kleinen Stelle steht das Wasser im Weidenteich, als die Rettungsaktion am Samstagvormittag beginnt.

Nur noch an einer kleinen Stelle steht das Wasser im Weidenteich, als die Rettungsaktion am Samstagvormittag beginnt.

Am Mönch ziehen die Angler die Bretter, um das restliche Wasser abzulassen.

Am Mönch ziehen die Angler die Bretter, um das restliche Wasser abzulassen.

Die Arbeit im Mühlenteich gleicht einer Schlammschlacht. In Wathosen sind die Mitglieder des Angelsportvereins Lutter im Weidenteich unterwegs, um ihn abzufischen. Hätten die Angler nicht eingegriffen, wären die Tiere verendet.  Fotos: Privat, Biener, Gereke

Die Arbeit im Mühlenteich gleicht einer Schlammschlacht. In Wathosen sind die Mitglieder des Angelsportvereins Lutter im Weidenteich unterwegs, um ihn abzufischen. Hätten die Angler nicht eingegriffen, wären die Tiere verendet. Fotos: Privat, Biener, Gereke

Ein Einsatz der Feuerwehr Lutter brachte nur eine Atempause: Vor Tagen pumpten die Retter Hunderte Kubikmeter Wasser aus dem Mühlen- in den Weidenteich.

Ein Einsatz der Feuerwehr Lutter brachte nur eine Atempause: Vor Tagen pumpten die Retter Hunderte Kubikmeter Wasser aus dem Mühlen- in den Weidenteich.

Schnell sein heißt es beim Retten der Fische aus dem Weidenteich.

Schnell sein heißt es beim Retten der Fische aus dem Weidenteich.

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