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Entlastung für Krankenhäuser

Rehazentrum Oberharz fährt den Betrieb zurück

Für rund 280 Patienten ist das Rehazentrum Oberharz ausgelegt. Mitte kommender Woche könnten es vielleicht nur noch 50 sein. Archivfotos: Bruns

Für rund 280 Patienten ist das Rehazentrum Oberharz ausgelegt. Mitte kommender Woche könnten es vielleicht nur noch 50 sein. Archivfotos: Bruns

Clausthal-Zellerfeld. In eine Art Sinkflug geht derzeit das Rehazentrum Oberharz. Die Einrichtung am Schwarzenbacher Teich hat eine Kapazität von rund 280 Betten. Verwaltungsdirektor Patrick Wolloscheck meint, dass Mitte kommender Woche davon vielleicht nur noch 50 belegt sein könnten.

Donnerstag, 19.03.2020, 15:57 Uhr

Mit der Aufnahme von Patienten für eine Anschlussheilbehandlung können Krankenhäuser entlastet werden, erklärt Verwaltungsdirektor Patrick Wolloscheck.

Mit der Aufnahme von Patienten für eine Anschlussheilbehandlung können Krankenhäuser entlastet werden, erklärt Verwaltungsdirektor Patrick Wolloscheck.

„Es ist alles noch ein bisschen in der Schwebe“, sagt Wolloscheck über die aktuelle Entwicklung der Corona-Krise. Es gebe eine Allgemeinverfügung des Landes, dass alle Einrichtungen, in die Krankenkassen ihre Patienten schicken, ihren Betrieb bis zum 25. März so weit wie möglich zurückfahren sollen.

Das Rehazentrum sei aber für Patienten der Rentenversicherung gedacht. „Insofern müssen wir mit dem Gesundheitsamt des Landkreises und dem Land klären, inwieweit wir auch unter diese Allgemeinverfügung fallen“, erklärt der Verwaltungsdirektor. Sollte die Regelung auch für seine Einrichtung gültig werden, dann würden eben in ein paar Tagen nur noch rund 50 Patienten im Haus sein.

Davon unabhängig würde das Rehazentrum seit Mitte dieser Woche ohnehin keine neue Patienten mehr aufnehmen. Eine Ausnahme, so Wolloscheck, seien so genannte Anschlussheilbehandlungen. Dabei gehe es um Patienten, die direkt aus dem Krankenhaus heraus eine Reha antreten würden.

„Und das macht auch durchaus Sinn“, erklärt er angesichts der aktuellen Situation. Denn damit würde die Einrichtung helfen, Krankenhäuser zu entlasten. Die Patienten kämen dann ins Rehazentrum und Kliniken würden derzeit dringend benötigte Kapazitäten freibekommen.

Noch ist das Haus am Schwarzenbacher Teich zu ungefähr drei Vierteln gefüllt, erklärt Wolloscheck. Und schon lange hätte die Einrichtung streng auf Hygienevorschriften geachtet.

Bei entsprechenden Symptomen hätte ein Patient gar nicht erst anreisen dürfen. Überdies seien alle Neuzugänge auf Corona getestet worden. „Und es gab bei uns keinen einzigen positiven Test. Das zeigt, wie gut wir vorbereitet sind“, sagt der Verwaltungschef.

Aber die Dynamik der vergangenen Tage beweise, dass das Rehazentrum sehr schnell gezwungen sein könnte, den Betrieb auf ein Mindestmaß herunterzufahren. Diese unsichere Situation sei natürlich unerfreulich. „Und das ist besonders schwierig für die Mitarbeiter“, sagt Wolloscheck.

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