Real-Markt dementiert das Aus zum Jahresende
Goslar. Schließt der Real-Markt Ende dieses Jahres seine Pforten? Pressesprecher Markus Jablonski hat aus der Düsseldorfer Zentrale eine klare Antwort auf Gerüchte, die zuletzt vermehrt aus der Goslarer Händlerschaft und von Real-Kunden gemeldet werden. Und diese Antwort lautet: „Nein.“
„Wenn wir tatsächlich zum Ende des Jahres schließen wollten, wäre dies allen bereits offiziell bekannt“, liefert er ein paar Sätze zum Hintergrund. Bei der Größe der Gruppe wäre dieser Termin nämlich „gefühlt übermorgen“. Und das Erscheinungsbild des Marktes, der seit den 1980ern in Goslar ist?
Im Parkhaus ist seit Monaten ein Bereich abgesperrt, ohne dass irgendwelche Sanierungsarbeiten zu erkennen wären. Kunden berichten von Mitarbeitern, die augenscheinlich einen anderen Dienstherrn hätten, weil sie deutlich anders gewandet als die Stammbelegschaft sind.
Auf solche per Mail eingereichten Fragen geht Jablonski am Telefon nicht weiter ein. Er bekommt derzeit täglich solche Anfragen von überall her und verweist deshalb auf den seit September 2018 laufenden Verkaufsprozess. Real-Mutter Metro hatte die Supermarktkette mit ihren rund 34.000 Beschäftigten ins Schaufenster gestellt.
Überregionale Medien, speziell die Wirtschaftspresse, melden seit Monaten immer wieder Pegelstände. Jüngst berichtete der „Spiegel“ über Fortschritte. Demnach arbeiten Metro und Immobilieninvestor Redos an einem Plan, 100 der mehr als 270 Real-Märkte gemeinsam zu halten. Die Metro würde 24,9 Prozent an den Filialen für mindestens drei Jahre halten. Gebote für Standorte, die Redos nicht selbst übernehmen will, würden ausgewertet, hatte die Metro Mitte Oktober kommuniziert. Im „Handelsblatt“ ist zu lesen, dass Edeka sein Interesse an Real-Märkten beim Bundeskartellamt angemeldet habe. Die Behörde beziffert es auf eine hohe zweistellige Zahl von Standorten.
Fazit: Goslar ist nur ein kleiner Baustein in einem großen Puzzle. Der Real-Markt müsste aber noch einen Mietvertrag über den Jahreswechsel hinaus haben. Als „klares Bekenntnis zum Standort Goslar“ hatte die Gruppe Anfang 2015 die Verlängerung des Kontraktes mit dem Immobilien-Eigentümer Metro Properties bis zum 31.Dezember 2020 verkündet. Schon damals hatte es immer wieder Schließungsgerüchte gegeben.