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Polizei wertet nach Explosion in Halberstadt weiter Spuren aus

Die Polizei am Unglücksort: Das Gebäude, in dem sich am Sonntag in Halberstadt eine Explosion ereignete, ist nach wie vor beschlagnahmt.  Foto: Polizei

Die Polizei am Unglücksort: Das Gebäude, in dem sich am Sonntag in Halberstadt eine Explosion ereignete, ist nach wie vor beschlagnahmt. Foto: Polizei

Halberstadt. Noch immer ist unklar, ob der Mann, der am Sonntagfrüh bei der Explosion eines Wohnhauses schwer verletzt wurde, ein Drogenlabor betrieben hat. Einer anderen Variante zufolge, die die Behörden in Betracht ziehen, handelt es sich um einen Bombenbastler.

Von Oliver Stade Dienstag, 28.05.2019, 16:14 Uhr

„Wir sind noch bei der Spurenauswertung“, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag. Die Chemikalien seien geeignet, um synthetische Drogen herzustellen, aber auch um Bomben zu basteln, hatte die Polizei bereits am Montag erklärt. Der Mann soll große Mengen der Substanzen gehortet haben. Das Haus, in dem sich die Explosion am Sonntag ereignete, sei weiterhin beschlagnahmt. Medienberichten zufolge sollen in dem Gebäude zerborstene Stahlbehälter gefunden worden sein.

Rund 670 Menschen waren nach der Explosion aus ihren Häusern gebracht worden. Der 43-jährige Hausbewohner wurde bei der Explosion schwer verletzt. Die Polizei bestätigt einen Zeitungsbericht, wonach ihm durch die Wucht der Explosion eine Hand abgerissen wurde. Außerdem habe er sich eine Augenverletzung und Verbrennungen am Oberkörper zugezogen.

Welchen Beruf der Mann ausübt, dazu konnte die Polizei keine Angaben machen.

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