Paradox, aber wahr: Die Steinberg-Alm wächst und wird kleiner
Auch im dritten Anlauf hat der Bauausschuss nicht die Ziellinie überschritten, aber im Streit um die Steinberg-Alm jetzt immerhin die Richtung abgesteckt. Am Dienstagabend einigte sich das städtische Gremium – freilich ohne formelle Abstimmung – auf die Unterstützung eines kurzfristig eingereichten Grünen-Antrags.
Er sieht für das von Goslarer und Gästen gut angenommene Ausflugslokal das Aufstellen eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans vor und legt die Größe der Außengastronomie außerhalb des Dachüberstands auf eine Fläche von 200 Quadratmetern fest.
Entgegenkommen oder Beschränkung? Schon die Wortwahl verriete wohl die Sichtweise des Betrachters. Denn die 200 Quadratmeter bedeuten nach den aktuell gültigen Plänen und Genehmigungen eine Zusatzfläche für den Betreiber, gegenüber dem Ist-Zustand jedoch einen starken Einschnitt in die Gastronomie.
Klare Ausgangslage
Die Ausgangslage war klar: Investor Burkhard Rösner, der am Mittwoch wegen des weiterhin laufenden Verfahrens keine Stellungnahme abgeben wollte, hat mehrfach und massiv gegen Auflagen verstoßen und deshalb im Juni knapp 30.000 Euro an Bußgeldern überwiesen.
Andererseits hatte selbst der grüne Ausschussvorsitzende Nils Linneweber als scharfer Kritiker eines solchen Vorgehens erklärt, dass es Konsens sei, das Gebäude nicht abreißen zu wollen, sondern nach Möglichkeiten für eine nachträgliche Heilung der Bausünden zu suchen.
Gedruckte GZ: Wie sich bauliche Theorie und Wirklichkeit bei der Alm konkret unterscheiden, welche Sorgen die Parteien bei der Größe der Außengastronomie umtreiben und warum eine merkwürdige Personalie für eine Grünen-Anfrage, aber auch viel Verwirrung sorgte, lesen Sie in der Donnerstag-Ausgabe.