Panoramablick rückt Steinbruch ins rechte Bild
In seiner ganzen Schönheit ist der ehemalige Steinbruch Wolfshagen vom neuen Ausblick aus erlebbar. Foto: Grope
Wolfshagen. Der „schönste Platz im Bereich des Forstamtes Seesen“ liegt nur rund 800 fußläufige Meter von der Wolfshäger Ortsmitte entfernt. Es ist der neue Aussichtspunkt über dem rekultivierten Diabas-Steinbruch. Mittwochvormittag wurde jener idyllische Ort mit der feierlichen Übergabe an den Harzklub-Zweigverein Wolfshagen eingeweiht, als der Seesener Forstamtsleiter Henning Geske und Bernd Sengstock, Geschäftsführer der Niedersächsischen Naturstein GmbH (NNG), symbolisch einen sogenannten „Bruch“ an die Wolfshäger Harzklubvertreter, Wanderwart Uwe Brennecke und Wegewart Andreas Habig, überreichten.
Im Rahmen der Rekultivierungsmaßnahme war diese für Touristen und Wanderer verkehrssichere Fläche geschaffen worden, nachdem der ursprünglich an einer anderen Stelle gelegene Aussichtspunkt im August 2016 nach einem Gutachten aus Sicherheitsgründen für Naturliebhaber und Wanderer gesperrt werden musste.
„Wir haben hier an diesem Standort eine Alternative gefunden und sehr gelungen hinbekommen“, dankte Henning Geske allen Unterstützern für die problemlose Umsetzung. Naturschutz und Erholung am Rande des Luftkurortes, kombiniert mit geführten Wanderungen für Fachbesucher und Touristen, lagen allen Verantwortlichen immer am Herzen, seit die ersten Rahmenpläne zur Rekultivierung des einstigen Tagebaus im Jahr 1986 begannen. Viele Wegbegleiter unterstützen seither das Projekt, allen voran der ehemalige Wolfshäger Revierförster Willi Grope. Ihnen allen galt es bei der kleinen Feierstunde hoch über der Abbruchkante „Danke“ zu sagen.
Für eine rustikale Rastmöglichkeit für alle Aussichtsgenießer sorgen zwei Sitzgruppen, ein Sponsoring von Edgar Klauenberg und Dietmar Diekmann. Als frisch gebackener „Harzklub-Wanderkaiser“ steuerte Forstmann Henning Geske eine weitere Ruhebank für den Aussichtspunkt bei.
„Hier wurde in den vergangenen Jahren viel geschaffen“, erinnerte Bürgermeister Ingo Henze unter anderem an den Themenpfad „Spur der Steine“ und die Kunstprojekte der Technikerklasse der Steinmetzschule Königslutter, die nunmehr seit September 2017 den Rundweg säumen.
Im Winter 2018 erfolgte die Ausstattung des Themenpfades mit einer weiteren Beschilderung und dem Freischneiden einer neuen Sichtachse für den neuen Aussichtspunkt. „Alle Projekte sind auf sehr fruchtbaren Boden gestoßen und erfreuen sich großer Beliebtheit und vieler Besucher“, sagte er und richtete ebenfalls seinen Dank an alle Unterstützer.
Forstamtsleiter Henning Geske und Bernd Sengstock, Geschäftsführer der Niedersächsischen Naturstein GmbH (NNG), überreichen symbolisch einen sogenannten „Bruch“ an die Wolfshäger Harzklubvertreter, Wanderwart Uwe Brennecke und Wegewart Andreas Habig. Foto: Leifeld