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Pädagogen diskutieren den „Brennpunkt Zukunft“

Inga Passow und Sabine Rehse (v.li.) sind die Unesco-Koordinatorinnen an der Adolf-Grimme-Gesamtschule.  Archivfoto: Habel

Inga Passow und Sabine Rehse (v.li.) sind die Unesco-Koordinatorinnen an der Adolf-Grimme-Gesamtschule. Archivfoto: Habel

Goslar. Die 51. Fachtagung der deutschen Unesco-Projektschulen ist in Goslar zu Gast.– Szenische Lesung von Okeraner Schülern zur Flüchtlingstragödie vor Lampedusa im Programm.

Von Mario Steigleder Mittwoch, 14.09.2016, 12:18 Uhr

. „Brennpunkt Zukunft – Herausforderungen und Chancen prospektiver Bildung“: Unter diesem Motto findet von Sonntag, 18. September, bis Donnerstag, 22. September, die 51. Fachtagung der deutschen Unesco-Projektschulen statt. Rund 130 Schulkoordinatoren werden sich mit dem Thema in Workshops und Exkursionen befassen. Eine szenische Lesung von Schülern der Adolf-Grimme-Gesamtschule wird sich mit der Flüchtlingstragödie von Lampedusa auseinandersetzen.

Die niedersächsische Kultusministerin und Schirmherrin Frauke Heiligenstadt wird am Sonntag die Tagung im Hotel Achtermann eröffnen. Mit dabei sind Delegationen aus Frankreich, der Schweiz, dem Libanon und Dänemark. Walter Hirche, Minister a.D. und Ehrenpräsident der Deutschen Unesco-Kommission, wird zu Anfang „Thesen prospektiver Bildungspolitik“ vermitteln.

In den darauf folgenden Tagen werden sich die Teilnehmer mit Themen wie Energiewende, Inklusion, vegane Ernährung und Fracking auseinandersetzen. Dabei steht auch immer wieder der Harz als transformative Region auf der Agenda. Am „Abend der Begegnung“, 20. September, sollen Kooperationsverträge zwischen den Unesco-Projektschulen, der Autostadt Wolfsburg sowie der Berliner Initiative „Global Goals Curriculum“ geschlossen werden.

Parallel zur Fachtagung gibt es erstmals einen Workshop für 60 Jugendliche aus deutschen Unesco-Projektschulen. In der Autostadt Wolfsburg werden sie Themen wie Migration, Lebensmittelkonsum und digitale Medien behandeln.

Zu „Ein Morgen vor Lampedusa“ sind am Montag, 19. September, auch interessierte Bürger eingeladen. Um 20 Uhr werden 18 Schüler der Okeraner Adolf-Grimme-Gesamtschule zusammen mit den Unesco-Schulkoordinatorinnen Inga Passow und Sabine Rehse im Hotel Achtermann die szenische Lesung präsentieren.

Am 3. Oktober 2013 kenterte vor der italienischen Insel Lampedusa ein Flüchtlingsboot, 366 Menschen ertranken. Aus Zeugensaussagen und dokumentarischem Material hat der italienische Autor Antonio Umberto Riccò einen Text erstellt, der unterschiedliche Perspektiven auf die Katastrophe zeigt. Dabei kommen insbesondere die Einwohner Lampedusas und die Flüchtlinge zu Wort. Die eigens dafür komponierte Musik stammt von Francesco Impastato.

Im Anschluss an die Lesung findet ein Gespräch mit Anne-Kathrin Feldhoff (Leben in der Fremde), Jens Kloppenburg („Netzwerk Mensch Oker“), Erste Kreisrätin Regine Körner und Luise Rist („Boat People Projekt“) statt, Moderator ist Heinz-Jürgen Rickert, Bundeskoordinator der Unesco-Projektschulen. Der Eintritt ist frei, um Spenden für das „Netzwerk Mensch Oker“ wird gebeten.

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