Nur wenige kennen ihre Rentenansprüche
Goslar. Seit einem Jahr ist Kurt Hähnel (58) ehrenamtlicher Berater der Deutschen Rentenversicherung. Er berät Ratsuchende über ihre Rentenansprüche. Dabei stellt der Goslarer fest: „In der Bevölkerung herrscht eine große Verwirrung.“
Etwa 40 Menschen suchen Monat für Monat bei Hähnel Rat, um zu erfahren, wann sie Rente erhalten und wie viel sie zu erwarten haben. Nur wenige wüssten, sagt Hähnel, dass für die Berechnung der Rentenhöhe das Alter und die Beitragsjahre entscheidend sind. Um eine abschlagsfreie Rente zu erhalten, müsse der Antragssteller mindestens 63 Jahre alt sein und 45 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt haben. Eine abschlagsfreie Rente würden unter diesen Voraussetzungen nur die Jahrgänge bis 1952 erhalten, sagt Hähnel.
Wer später geboren wurde, muss bis zur abschlagsfreien Rente pro Jahrgang zwei Monate länger arbeiten. Wer 1964 geboren wurde, müsse für eine abschlagsfreie Rente 45 Beitragsjahre vorweisen und bis zum Alter von 65 Jahren arbeiten, berichtet Hähnel.
Wer eine Altersrente mit Abschlägen in Kauf nehme, müsse mindestens 35 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt haben und 63 Jahre alt sein. Der Jahrgang 1964 müsse Abschläge von 14,4 Prozent akzeptieren, bis zum Jahrgang 1952 würden sich die Abzüge auf neun Prozent reduzieren, falls der Arbeitnehmer mit 63 Jahren in den Ruhestand will. Für schwerbehinderte Arbeitnehmer würden andere Regelungen gelten, sie erhalten einen Abzug von nahezu elf Prozent, so Hähnel.
Der Berater wird regelmäßig geschult. Regelmäßig bietet er Sprechstunden an. Jeden ersten Donnerstag im Monat berät er Versicherte m Büro des Kreisverbandes des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Goslar am Vititorwall.
Wer nicht gut zu Fuß ist, den besucht er auch zu Haus, und wer donnerstags nicht kann, für den ist Hähnel auch bei sich zu Hause zu sprechen. Erreichbar ist er telefonisch unter (05321) 41087.