Zähl Pixel
GZ-Archiv

Noch ein Ferienpark im Harz?

<p>Bad Lauterbergs Bürgermeister Thomas Gans auf dem ehemaligen Schickert-Gelände mit Rolie Tromp und Aaldert van der Wal sowie Architekt Thomas Petermann (von links) als Vertreter der Investoren. Foto: Melina Hose</p>

<p>Bad Lauterbergs Bürgermeister Thomas Gans auf dem ehemaligen Schickert-Gelände mit Rolie Tromp und Aaldert van der Wal sowie Architekt Thomas Petermann (von links) als Vertreter der Investoren. Foto: Melina Hose</p>

Bad Lauterberg. In Bad Lauterberg soll ein enorm großer Ferienpark entstehen. Mehr als 1000 Betten sind vorgesehen.

Von Oliver Stade Dienstag, 06.09.2016, 16:43 Uhr

In St.Andreasberg wurden Anfang vorigen Jahres54 Ferienhäuser eröffnet, die Feriensiedlung auf Torfhaus wird zurzeit erweitert, und in Schierke entsteht aktuell für 13 Millionen Euro eine Urlaubersiedlung mit 38 Häusern und 190 Betten: Gemessen daran soll im Odertal bei Bad Lauterberg mit 117 Häusern und 1032 Betten ein geradezu riesenhafter Ferienpark entstehen.

Über die Investitionssumme schweigen sich die Beteiligten aus. Nur so viel ist bekannt: Der Ingenieur Thomas Petermann aus Bad Lauterberg und Aaldert van der Wal, der den Campingplatz Im Borntal bei Bad Sachsa betreibt, sind für die Planungen zuständig. Zum Kreis der Investoren gehört der Projektentwickler Rolie Tromp aus den Niederlanden, heißt es. Die Niederländer planen seit zwei Jahren auch einen Ferienpark im Borntal in Bad Sachsa. Obwohl die Stadt den Bebauungsplan geändert hat, tat sich bisher nichts, heißt es aus Bad Sachsa.

Bad Lauterbergs Bürgermeister Thomas Gans stellte das Bad Lauterberger Projekt, an dem ebenfalls seit zwei Jahren gearbeitet wird, kürzlich der Öffentlichkeit vor. Unterschrieben sei noch nichts, die Investoren wollen zunächst prüfen, ob und mit wie viel Fördergeld aus EU-Töpfen zu rechnen ist, sagt Stadtsprecher Michael Schmidt. Einem Bericht des Harz-Kuriers zufolge rechnet Tromp damit, dass der Ferienpark im Laufe des Jahres 2018 eröffnet werden könnte.

Die Stadt ist dabei, ihre Aufgaben zu erledigen, damit das Projekt verwirklicht werden kann. Laut Sprecher Schmidt liegt ein Grundsatzbeschluss vor, dass das ehemalige Gelände der Rüstungswerke Schickert an die Investoren verkauft wird. Vor 26 Jahren wurden auf dem 100000 Quadratmeter großen Gelände die letzten Gebäude abgerissen, berichtet Schmidt. Über Preis für das Grundstück will er nichts sagen, die Entscheidung sei in nicht öffentlicher Sitzung gefallen.

Die Redaktion empfiehlt
Diskutieren Sie mit!