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GZ-Archiv

Nicht so harmlos,wie es den Anschein hat

Werner Rinn, Goslar, zu dem Artikel „Bündnis kritisiert Bus-Kontrollen und Beschlagnahmungen“ (GZ vom 7. Juni 2018) und den Leserbriefen von Dr. Frank Ahrens „Extreme Formulierung unangebracht“ (GZ vom 12. Juni 2018) sowie von Ingo Hundt „Zweifel, dass Stadt alles richtig gemacht hat“ (GZ vom 14. Juni 2018)

Montag, 25.06.2018, 11:42 Uhr

Das „Bündnis gegen Rechts“ klagt, dass die Polizei am 2. Juni ihren Mitstreitern von Antifa Basecaps, Schlauchschals, Dreieckstücher, Sonnenbrillen, Regenschirme, Sturmhauben abgenommen hat. Lauter harmlose Sachen? Im Gegenteil! Das alles dient der Vermummung, um aus der Gruppe heraus ohne Risiko Straftaten zu begehen, zum Beispiel Steine gegen die Mitmenschen werfen, die sich dem politischen Mainstream verweigern Was für Helden! Großer Aufwand deshalb bei der Polizei, um zu erreichen, dass diese „Helden“ ihre Steine erst gar nicht in die Hand kriegen: Baustellensicherung, Depots ausheben und vor allem Kontrolle der schwarzen Rucksäcke.

Hätte die Antifa keine Straftaten vor, könnten sie in kurzen Hosen und Flip-Flops auftreten. Schließlich war „Die Rechte“ auch unvermummt.

Die Bevölkerung des Landkreises Goslar hat den 2. Juni trotz riesiger Stimmungsmache im Vorfeld erstaunlich gelassen überstanden. Gemessen an der Einwohnerzahl haben nur ein bis zwei Prozent an der Gegendemo teilgenommen. Der Aufforderung, bunte Fahnen als Zeichen der richtigen politischen Gesinnung am Haus zu befestigen, ist kaum jemand nachgekommen. Solche Aufforderungen hat das Volk im Dritten Reich und in der DDR reichlich erlebt und will es nicht mehr – Gott sei Dank.

In der Altstadt findet man einen Aufkleber von der Antifa mit der Aufschrift: „Der ganze Harz hasst die Polizei.“ Was geht in den Köpfen dieser jungen Menschen vor?

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