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Neuer Chef für das Torfhaus-Resort

Ein Österreicher leitet jetzt die Feriensiedlung: Einige Gebäude des Torfhaus-Resorts im Schnee.  Foto: Böhl

Ein Österreicher leitet jetzt die Feriensiedlung: Einige Gebäude des Torfhaus-Resorts im Schnee. Foto: Böhl

Torfhaus. Hannes Mairinger heißt der neue Mann, der das Torfhaus-Resort leitet und als Geschäftsführer der Torfhaus-Verwaltungsgesellschaft den bisherigen Verantwortlichen Frank Wodsack ablöst.

Von Oliver Stade Donnerstag, 21.01.2016, 16:35 Uhr

Wodsack bleibt allerdings Projektleiter für den Ausbau des Feriendorfs auf Torfhaus und Geschäftsführer der Gesellschaft, die das Heinrich-Heine-Resort in Schierke baut.

Mairinger (62) ersetzt außerdem den bisherigen Resortmanager Jörg Steinhäuser, der nun für die Glücksburg Consulting arbeitet. Der gebürtige Österreicher Mairinger ist in der Hotel- und Freizeitbranche kein Unbekannter. Er hat elf Jahre lang den Heide-Park Soltau geleitet und ihn nach eigener Einschätzung von einem regionalen Freizeitpark zu einer Einrichtung mit internationaler Ausstrahlung und Resort-Charakter samt großem Hotelbetrieb entwickelt.

Sein Engagement endete allerdings im Streit. Mairinger klagte 2013 gegen eine fristlose Kündigung. Ihm wurde vorgeworfen, Statistiken zur Kundenzufriedenheit geschönt zu haben, um mutmaßlich höhere Bonuszahlungen zu erhalten. Mairinger wies die Vorwürfe von sich.

Das Verfahren vor dem Landgericht Lüneburg endete mit einer Mediation. „Wir haben uns geeinigt“, sagt Mairinger. Zum Inhalt des Übereinkommens dürfe er sich nicht äußern. Seinen Posten als Geschäftsführer im Heide-Park konnte er nicht mehr antreten. Seither arbeitete er als Berater für die Hotellerie und die Tourismusbranche.

Auf Torfhaus ist der Ausbau der Bettenkapazität von 180 auf 280 geplant. In Schierke soll für rund13 Millionen Euro eine Feriensiedlung mit 180 Betten gebaut werden.

Projektverantwortlicher Frank Wodsack hatte Ende vorigen Jahres mit seiner wiederholt vorgetragenen „Vision“ einer Seilbahn von Torfhaus zum Brocken Aufregung verursacht. Die Ministerpräsidenten von Niedersachsen und Sachsen-Anhalt haben bei einem Nationalpark-Termin verdeutlicht, dass sie ein solches Vorhaben ablehnen.

Hannes Mairinger

Hannes Mairinger

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