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Neue Schulleiterin für Schule am Schloss

Martine Hepe (Mitte), die neue, noch kommissarische Leiterin der Schule am Schloss, legt Wert darauf, nicht alleine die Geschicke der Schule zu bestimmen. Das macht ein ganzes Team, zu dem auch Simone Herr (li.) und Katrin Rausche gehören.  Foto: Gereke

Martine Hepe (Mitte), die neue, noch kommissarische Leiterin der Schule am Schloss, legt Wert darauf, nicht alleine die Geschicke der Schule zu bestimmen. Das macht ein ganzes Team, zu dem auch Simone Herr (li.) und Katrin Rausche gehören. Foto: Gereke

Liebenburg. Sie ist die Neue an der Spitze der Schule am Schloss: Martina Hepe, Schulleiterin, noch kommissarisch. Anfang Februar löste sie ihren Vorgänger Werner Sperlich ab, der in Pension ging. Den Titel „Leiterin“ trägt sie, ja, aber auf eines legt sie sehr viel Wert: Sie ist es nicht alleine, die die Geschicke der Oberschule bestimmt. „Wir sind ein ganzes Leitungsteam“, sagt die 56-Jährige und rückt ihre Mitstreiterinnen ins Licht.

Von Andreas Gereke Donnerstag, 14.03.2019, 17:37 Uhr

Liebenburg. Sie ist die Neue an der Spitze der Schule am Schloss: Martina Hepe, Schulleiterin, noch kommissarisch. Anfang Februar löste sie ihren Vorgänger Werner Sperlich ab, der in Pension ging. Den Titel „Leiterin“ trägt sie, ja, aber auf eines legt sie sehr viel Wert: Sie ist es nicht alleine, die die Geschicke der Oberschule bestimmt. „Wir sind ein ganzes Leitungsteam“, sagt die 56-Jährige und rückt ihre Mitstreiterinnen ins Licht.

Zu dem Team gehören neben ihr die stellvertretende Schulleiterin Katrin Rausche, Stephanie Gerecke (didaktische Leitung) und Simone Herr (Schulsekretariat). Während sich Stephanie Gerecke um die Unterrichtsentwicklung kümmert und Simone Herr die erste Anlaufstelle für alle Dinge ist, die sich um die Schule drehen, ist Katrin Rausches Part die Stundenplangestaltung. Martina Hepe hat schließlich die Schul- und Personalentwicklung sowie das Budget im Blick.

Die neue Schulleiterin – „noch immer mit dem Zusatz ,kommissarisch‘“, wie sie betont – trat erst vor 23 Jahren, 1996, in den Schuldienst ein. „Nach dem Realschulabschluss machte ich eine Ausbildung zur Arzthelferin bei einem Unfallchirurgen, ehe ich auf dem zweiten Bildungsweg das Abitur nachholte und in Hildesheim Lehramt studierte“, erzählt die gebürtige Wolfsburgerin, die heute in Braunschweig lebt. Danach arbeitete sie zunächst in der Erwachsenenbildung, später lehrte sie an einer Orientierungsstufe, war Leiterin einer Grundschule, wechselte zur Landesschulbehörde, wo sie vier Jahre lang bis zu ihrem Wechsel nach Liebenburg in der Schulentwicklungsberatung tätig war. „Für mich stand von Anfang an fest, dass ich die Arbeit in der Behörde nicht bis zum Eintritt in die Rente machen möchte“, gesteht die Mutter einer Tochter, die im Mai zum ersten Mal Oma wird. Sie studierte die Fächer Deutsch, Sport und Kunst, die unterrichtet sie auch in Liebenburg.

Ihr Fazit: „Ich habe die Bildungslandschaft einmal komplett durchlebt“, sagt sie mit einem Lachen. Daraus entwickelte sie auch ihr Credo: „Ich möchte eine Schule für alle formen. Alle sollen sich willkommen und vor allem sicher fühlen. Die Mischung macht’s – voneinander und miteinander lernen“, so ihr Motto. Wichtig sei ihr dabei der Kontakt zu den Eltern. Genauso bekennt sie sich, ein großer Fan von Kooperationen zu sein. Und: „Inklusion und Digitalisierung werden uns künftig sehr beschäftigen.“

Ihr Start an der Schule am Schloss hatte anfangs aber sehr wenig mit Schule im eigentlichen Sinn zu tun. „Ich musste mich zunächst mit den laufenden Bauarbeiten beschäftigen und mich in die Prozesse einarbeiten“, erzählt sie. Außerdem stand der Umzug der Verwaltung in den bereits sanierten Teil der Schule an. Mit Millionenaufwand modernisiert nämlich der Landkreis Goslar seit April 2017 das Altgebäude. Ursprünglich sollten die Arbeiten nach ersten Planungen bereits Ende vergangenen Jahres abgeschlossen sein – daraus wurde bekanntlich nichts. Sie laufen noch immer.

Ihr größter Wunsch ist deshalb, dass das Bauprojekt so schnell wie möglich abgeschlossen werden kann, um den aktuellen Zustand vom Lernen auf der Baustelle schnellstmöglich zu beheben. „Der Unterricht im Container geht auf die Psyche“, sagt sie. „Es erschwert das Lernen, den Umgang miteinander und das Bilden der Sozialkompetenz. Außerdem leidet die Methodenvielfalt“, so ihr Urteil nach wenigen Wochen aufgrund des fehlenden Platzes in den Containerräumen. „Nachdem aus dem Obergeschoss alle Klassen in die Container gezogen sind, haben wir keinen Baulärm mehr, aber dafür einen sehr engen Raum. Da wird es kuschelig“, fügt Katrin Rausche an.

„Medial befinden wir uns momentan in der Steinzeit“, vergleicht Martina Hepe – aber dem baldigen Abschluss der Bauarbeiten vor Augen, nach derzeitigem Stand in diesem Herbst, hat sie eine rosige Zukunft im Blick. Denn dann wird die Schule eine der modernsten Einrichtungen weit und breit sein – „mit einer digitalen Tafel in jedem Klassenraum“. Außerdem seien Fachtrakt und Sporthalle die ganze Zeit nutzbar. „Und jetzt, wo das Wetter besser wird, macht das Lernen in der idealen Umgebung hier mehr Spaß“, motiviert sie alle, auch die letzten Baustellenmonate mit positiven Gedanken durchzustehen.

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