Zähl Pixel
GZ-Archiv

Neue Flaschenwaschanlage macht den Anfang

Die achteinhalb Tonnen schwere Flaschenwaschanlage hängt an den Haken des Brüser-Autokrans und wird so vom Lkw entladen.  Fotos: Bertram

Die achteinhalb Tonnen schwere Flaschenwaschanlage hängt an den Haken des Brüser-Autokrans und wird so vom Lkw entladen. Fotos: Bertram

Im Dezember feierte die Altenauer Brauerei Richtfest des Hallenneubaus unterhalb der Schützenklippe. Mit der Flaschenwaschanlage ist das erste Teil des neuen Maschinenparks eingetroffen.

Donnerstag, 20.02.2014, 20:00 Uhr

155000 Euro investierte die Klosterkammer Hannover allein in die Flaschenwaschanlage, die am Mittwoch ankam, um den mit der Brauerei übernommenen Investitionsstau nach und nach zu beheben. Eine wichtige Investition in die Wirtschaftlichkeit und Zukunft der traditionsreichen Brauerei. Die in Langenlois bei Krems in Niederösterreich von der Firma Klinger gefertigte Flaschenwaschanlage verbraucht 30 Prozent weniger Wasser als die ersetzte, 70 Jahre alte, so Braumeister Jörg Balthasar. 5500 Flaschen pro Stunde wäscht die neue Anlage, 2000 Flaschen mehr als die alte. Warum eine Anlage aus Österreich? „Im Preisniveau, wo wir uns bewegen, bietet die Firma Klinger die beste Technologie“, erklärt Jörg Balthasar.

Auch beim Transport der Maschine vom Lkw in die Halle packt der Braumeister kräftig mit an. Als Fahrer des Gabelstaplers entlädt Balthasar die ersten Kleinteile. Dann setzt der Lastwagen, gesichert von der Polizei, rückwärts auf den Hof der Brauerei. Die Planen werden entfernt und kurz darauf schwebt die achteinhalb Tonnen schwere Waschanlage am Haken des Brüser-Autokrans. „Das Schwein hängt am Haken“, ruft einer der Umstehenden. Der Last entledigt, fährt der Lkw zurück auf die Breite Straße. Zehn Stunden dauerte die Hinfahrt aus Österreich – 80 Kilometer von Wien entfernt – nach Altenau.

Vorsichtig bugsiert der Kranführer die Waschanlage in den Eingang der Halle. Auf Panzerrollen gesetzt, geht die Fahrt der silberglänzenden Maschine in der gefliesten Halle weiter. Braumeister Balthasar setzt sich mit dem Stapler vor die Waschanlage und zieht sie an ihren Einsatzort. Nach der Feinjustierung muss noch die Anbindung der Rohrleitungen erfolgen. „Dampf, Elektrik, Chemikalien, Kondensat, Wasser müssen noch gelegt werden“, erklärt der Braumeister und fügt zufrieden hinzu: „Wir sind voll im Zeitplan.“ Zuständig für die Generalplanung sei die Firma Leicht aus Bamberg.

In der Karwoche sollen die restlichen neuen Maschinen geliefert werden: „der Flaschen-Füller, die Fassabfüllung, der Leerflaschen-Inspektor, der Kistenwascher sowie die Druckluft- und Dampferzeugung“, zählt der Braumeister auf. Die neue Filteranlage werde eventuell bereits nächste Woche geliefert. 2200 Liter pro Stunde schaffe die neue Abfüllanlage. Vorher waren es 1200 Liter. Bis die neue Anlage steht, wird das Altenauer Bier wie zuletzt in Westheim (Marsberg) im Sauerland abgefüllt.

Insgesamt betrage die Investitionssumme für den Bau der Halle samt neuer Maschinen und weiterer Technik rund 1,5 Millionen Euro. „Mitte Mai soll die Anlage komplett stehen“, sagt Balthasar zum Zeitplan. Am 14. Juni soll die Einweihung der neuen Halle mit einem Bierfest auf dem Brauereigelände gefeiert werden.

Am Halleneingang müssen alle Mann mit anpacken und die neue Anlage, die auf Panzerrollen gesetzt wurde, in Position bringen.

Am Halleneingang müssen alle Mann mit anpacken und die neue Anlage, die auf Panzerrollen gesetzt wurde, in Position bringen.

Die Redaktion empfiehlt
Diskutieren Sie mit!