Nach Erörterungstermin: Burgy erwartet Zustimmung zum Insolvenzplan
Am 28. Mai entscheiden die Gläubiger über den Insolvenzplan und damit dann auch über die Zukunft des Burgberg-Gymnasiums. Foto: Privat
Das Burgberg-Gymnasium (Burgy) sieht sich ein Stück näher am rettenden Ufer: Der Insolvenzplan wurde von den Gläubigern ohne Änderungen in die Abstimmungsrunde am 18. Mai geschickt.
Sachwalter Jürgen Rüdiger zeigt sich optimistisch, dass auch diese letzte Hürde genommen werden könne. Eine Bank als Hauptgläubigerin habe bereits Zustimmung signalisiert, vorrangig seien nun die Eltern am Zug. Für diese bedeutet die Planinsolvenz wirtschaftlich einen Einschnitt, denn mit Blick auf die 2600 Euro Elterndarlehen liegt die Insolvenzquote voraussichtlich bei 10 Prozent. Beim Abstimmungstermin muss nach Forderungssumme und Kopfzahl jeweils eine Mehrheit für die Annahme des Plans stimmen.
Dass dies gelingen sollte, schlussfolgert der Sachwalter auch aus den Reaktionen während des Erörterungstermins. Es habe kritische Anmerkungen zu Fehlern der Vergangenheit gegeben, der in die Zukunft weisende Plan jedoch sei ohne Änderungen akzeptiert worden.
Dazu beigetragen haben dürfte der Umstand, dass in dem Vierteljahr des Planinsolvenzverfahrens die Schülerzahl sogar habe gesteigert werden können. Mit 158 Schülern sei das Burgy in das Verfahren gegangen, aktuell weise es 168 Schüler auf. Für eine nachhaltige Konsolidierung sei ein Minimum von 155 Schülern erforderlich. Die Anmeldungssituation für das nächste Schuljahr, in dem dann kein Elterndarlehen mehr eine Einstiegshürde bilden werde, sei gut.
Auch der weitere Konsolidierungsweg werde nicht leicht, wobei dank der Übernahme der Angestellten-Personalkosten während der Insolvenzphase durch die Arbeitsagentur Luft gewonnen sei. Zudem würden die Mitarbeiter über eine Entgeltverzichtsvereinbarung zum Fortbestand der Schule beitragen.