„Milchkanne“: Nachschlag zur Absage
Bad Harzburg/Goslar. Nach der Absage des Milchkannen-Turniers für Spaßkicker in Bad Harzburg kommt mehr Licht ins Dunkel der holprigen Kommunikation. Dies ergibt sich aus weiteren Recherchen der GZ.
Bad Harzburg/Goslar. Nach der Absage des Milchkannen-Turniers für Spaßkicker in Bad Harzburg kommt mehr Licht ins Dunkel der holprigen Kommunikation. Dies ergibt sich aus weiteren Recherchen der GZ.
Die Korrespondenz zwischen dem Kreisverband der Jungen Union als Veranstalter des Milchkannen-Turniers und der Kreisverwaltung lief nach aktuellem Stand folgendermaßen: Die JU schickte ihren Antrag auf Genehmigung an den Kreis, wo der Brief am 30. November eingegangen sei. Zur Sicherheit bat die JU offenbar darum, der Kreis möge seine Entscheidung nicht nur per Post, sondern auch per E-Mail zusenden.
Laut Kreisverwaltung ging das Schreiben am 11. Dezember im Haus zur Postverteilung, laut JU lag der Brief aber erst am 24. Dezember beim Organisationsteam im Postkasten. So hatten die Veranstalter am 22. Dezember gegen Mittag das Turnier kurzfristig abgeblasen, weil noch keine Genehmigung des Kreises vorgelegen habe.
Nach Informationen der GZ ging der Brief des Landkreises nachprüfbar aber erst am 20. Dezember für die Zustellung bei der Citipost ein, die den Brief dann am Nachmittag des 22. Dezember zustellte. Die Citipost bedauert die um einen Tag verzögerte Zustellung – auch wegen der verstärkten Weihnachtspost. Aber Heiligabend habe es definitiv keine Zustellung mehr durch die Citipost gegeben.
Die von der JU nach dem Antrag vom November frühzeitig erbetene Benachrichtigung durch den Landkreis per E-Mail erfolgte nicht, räumte der Landkreis auf Nachfrage gestern ein. Offen bleibt bislang, wo der Brief zwischen dem internen Postausgang bei der Kreisverwaltung vom 11. Dezember und dem bei der Citipost dokumentierten Eingang am 20. Dezember lagerte. Offen bleibt ebenso, warum die Genehmigungsprozedur für ein traditionsreiches Fußballturnier erst kurz vor Weihnachten gelaufen ist. Sicher ist hingegen, dass eine anvisierte Neuauflage 2019 mit Alkoholverbot in der Halle belegt wird. jk