Mehr Straßen und mehr Personal für die Straßenmeisterei
Die Kreisstraße 35 gehört zum neuen Zuständigkeitsbereich der Seesener Straßenmeisterei. Mitarbeiter pflegen seit Mitte Dezember den Baumbestand entlang der Straße. Foto: Ciszewski
Lautenthal/Seesen. Mitarbeiter der Straßenmeisterei Seesen sind seit Mitte Dezember auf der Kreisstraße35 zwischen Lautenthal und Wolfshagen unterwegs und fällen Bäume am Straßenrand, entfernen Totholz aus dem Bestand und schneiden die Entwässerung frei.
Lautenthal/Seesen. Mitarbeiter der Straßenmeisterei Seesen sind seit Mitte Dezember auf der Kreisstraße35 zwischen Lautenthal und Wolfshagen unterwegs und fällen Bäume am Straßenrand, entfernen Totholz aus dem Bestand und schneiden die Entwässerung frei.
Wie wichtig die Gehölzpflege an den Straßen ist, sehen Verkehrsteilnehmer oft erst nach einem Sturm, wenn ein Baum die Fahrbahn blockiert. Oder wenn nach starkem Schneefall dicke Äste auf die Straße gekracht sind. „Unsere Arbeit bekommt der normale Verkehrsteilnehmer oft gar nicht mit“, sagt der Leiter der Straßenmeisterei in Seesen, Frank Rüffer.
Wegen der zunehmenden Stürme und extremer Wetterlagen gewinne das Thema Verkehrssicherungspflicht weiter an Bedeutung.
„Wir haben im Bereich der Kreisstraße 35 in Anschreiben den Anliegern wie Forst und Realverband Gemeinheit Wolfshagen noch einmal deutlich gemacht, dass es dort noch etwas zu tun gibt“, sagt Rüffer. Dass Rüffers Leute überhaupt auf der Kreisstraße zwischen Wolfshagen und Lautenthal arbeiten, hat mit der Privatisierung der Autobahn 7 zwischen Bockenem und Göttingen zu tun. Die Folge der Privatisierung war, dass die Autobahnmeisterei Seesen Ende April geschlossen wurde. Ihre Aufgaben sollen vom privaten Betreiber, Via Niedersachsen, übernommen werden. Die Bediensteten der Autobahnmeisterei wurden auf andere Stellen im Umland verteilt.
Seesen hatte neun Mitarbeiter übernommen, davon ist einer mittlerweile in Rente gegangen. Mit den neuen Mitarbeitern kamen auch noch Straßen. Von der Goslarer in die Zuständigkeit der Seesener Straßenmeisterei wechselten neben der Kreisstraße 35 (von der Landesstraße 515 bis zur Bundesstraße 82) auch die Landesstraße 516 von Lautenthal bis Kreuzeck und die Stichstraße K36 bis nach Hahnenklee. Damit hat sich der Seesener Zuständigkeitsbereich um rund 17 Kilometer vergrößert.
Die Expansion geschah „nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten“, so Rüffer. Die neuen Straßen schließen sich direkt an das bisherige Seesener Gebiet an. Den Winterdienst hatte die Straßenmeisterei Seesen schon vorher für diese Straßen übernommen, dabei wurde der Stützpunkt in Clausthal-Zellerfeld genutzt. „Nun sind wir in dem hinzugekommenen Bereich auch für alle anderen Leistungen zuständig.
Der Aufgabenkatalog umfasst 79 Punkte, von Mäharbeiten, Pflege der Entwässerungsgräben und der Streckenkontrolle bis hin zur Aufstellung von Schutzwänden an Hängen und Gehölzarbeiten.“
Die Gehölzarbeiten entlang derK35 sollen in dieser Woche abgeschlossen werden. Auf dem Abschnitt vom Riesberg bis nach Wolfshagen habe die Straßenmeisterei Schäden aufgenommen und Durchlässe in Ordnung gebracht.
Dort ist die Erneuerung der Fahrbahn geplant. Der erste Abschnitt von der Landesstraße 515 bis Riesbergkopf war 2016 saniert worden.