Matthias Lukowitz komplettiert die Stöbich-Führungsriege
Stöbich-Führungsriege vervollständigt (v.li.): Matthias Lukowitz, Gunnar Detto, Firmengründer Dr. Jochen Stöbich und Dr. Hendrik Rust. Foto: Heine
Mit dem Eintritt von Matthias Lukowitz in die Geschäftsführung seiner Unternehmensgruppe hat Gründer Dr. Jochen Stöbich die Führungsriege für die Zeit nach seinem Wirken komplett.
Gemeinsam mit Dr. Hendrik Rust und Gunnar Detto teilt sich Lukowitz Stöbichs bisherige operativen Aufgaben. Der 71-jährige Österreicher mit Wohnsitz in Wolfshagen will sich künftig im Wesentlichen um die Steuerung der Gruppe kümmern und im Besonderen die zahlreichen Start-up-Unternehmen weiterentwickeln – mit dem Ziel, ähnliche Erfolgsgeschichten wie mit dem Zugpferd Stöbich Brandschutz zu schreiben.
„Ich werde weiterhin meine neun bis zehn Stunden am Tag arbeiten, habe jetzt aber Ressourcen übrig, bin neugierig und auch bereit, in interessante Dinge zu investieren“, sagt Stöbich, der aktuell in der Region gerade das im Bau befindliche Batterie- und Sensoriktestzentrum auf dem Energie-Campus sowie den Recycling-Verbund Rewimet fördert.
In der Geschäftsführung hat sich jetzt ein Trio das Terrain abgesteckt. Schon als Baustein der Nachfolgeregelung sah Stöbich 2009 die Einstellung von Gunnar Detto, der als Geschäftsführer der Stöbich Holding verantwortlich für die Bereiche Finanzen, Controlling, IT und Personal zeichnet.
Ein Jahr später stieg Dr. Hendrik Rust als Chef der Stöbich Brandschutz ein. Die Gesellschaft wurde jüngst als deutscher Weltmarktführer im vorbeugenden baulichen Brandschutz ausgezeichnet und ist nach wie vor mit rund 370 Mitarbeitern das Kernstück der Gruppe mit ihren weltweit mehr als 700 Beschäftigten.
Matthias Lukowitz hat schon im März die Bereiche Service, Qualität, Schulung und Montage-Optimierung übernommen. Der 41 Jahre alte Vater von vier Kindern wohnt derzeit zwar noch im Raum Lüneburg, orientiert sich aber bereits in Richtung Langelsheim. Nach Konzern-Erfahrungen in der Otis Unternehmensgruppe und der CCS Fire & Security freut er sich auf die „spannenden Herausforderungen mit neuen Strukturen“.
Mit dem 42-jährigen Rust und dem 53-jährigen Detto habe es bereits einige Bewährungsproben gegeben, bei denen am Ende immer eine gemeinsame Formel gefunden worden sei. „Wir sind alle drei Überzeugungstäter“, zielen Rust und Detto auf die Bedeutung, in einem mittelständischen Familienunternehmen zu wirken.
Wohin soll, wohin kann es gehen? Insbesondere auf dem internationalen Sektor soll die Geschäftsführung bestehende Möglichkeiten ausloten. Eine Lehre aus vergangenen Engagements sei es, so Stöbich, seine vielen Weltneuheiten in so genannten „Fokus-Ländern“ wie etwa den USA und Brasilien mit einer eigenen Organisation zu vertreiben.
Nach negativen Erfahrungen in England mit einem Partner-Modell hat der Betrieb laut Rust auf der aktuellen Schiene gerade zuletzt „gute Fortschritte in Brasilien gemacht“. Im WM-Gastgeberland habe das Unternehmen just in der Vorwoche einen Großauftrag über eine Viertelmillion Euro an Land gezogen und sei beim Ausbau des Flughafens Viracopos in Campinas in rund 120 Kilometer Entfernung der Metropole Sao Paulo dabei.
Um sein Lebenswerk nachhaltig abzusichern und ein Weiterführen der Gruppe in seinem Sinne zu gewährleisten, hatte Stöbich unter anderem eine Familien-Satzung erstellt und bereits vor vier Jahren einen Beirat gegründet, dem mit Professor Dr. Dieter Spath (Fraunhofer), Valentin Reisgen (Kai Capital) und Dr. Michael Prochaska (Stihl) drei erfahrene Manager angehören. Sie bringen ihr Know-how laut Stöbich in den Bereichen Finanzen, Personal, Vertrieb und Technik ein. Als weitere Vertreterin der Familie sitzt Kerim Stöbich-Schaller als älteste Tochter im Beirat.