Masken-Reinigung: Für FFP2 wird der Backofen empfohlen
Diese FFP2-Maske ohne Ventil bietet einen eigenen Schutz vor Infektion und schützt zugleich andere Menschen. Zur wirksamen Reinigung von Keimen wird empfohlen, sie bei 80 Grad im Backofen zu trocknen. Foto: Kleine
Harz. Seit Montag gilt Maskenpflicht beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr. Doch wie stark schützen sie – und wie sollten sie gereinigt werden, um Viren abzutöten? Bei FFP2-Masken kann der Backofen zur Desinfektion hilfreich sein.
In der Samstagausgabe hatte sich die GZ intensiv mit der Maskenpflicht befasst. Als Beispiel zu sehen war auch eine FFP2-Schutzmaske, die etwa von Klinikpersonal eingesetzt wird. In Apotheken sind solche Masken derzeit auch für den privaten Gebrauch erhältlich – zu stark schwankenden Preisen.
Eine wichtige Korrektur zur möglichen Reinigung solcher FFP2-Masken: Sie sollten nicht in kochendes Wasser gelegt werden, wie es ein Verkäufer zunächst in unserer Samstagausgabe erklärt hatte. Die Masken verlieren dadurch ihre Wirkung. Als wirksam wird erachtet, solche Masken im vorgeheizten Backofen für wenigstens eine halbe Stunde zu trocknen. Die Empfehlungen zur Temperatur reichen von 65 Grad bis 80 Grad Celsius.
Masken der Kategorien FFP2 und FFP3 ohne Ventil schützen nicht nur das Umfeld vor Tröpfcheninfektion, sondern bieten auch einen wirksamen eigenen Schutz. Im Gegensatz dazu dienen selbst hergestellte Masken aus Baumwolle oder mehrlagige Einmal-Masken, wie sie aus Arztpraxen bekannt sind, vor allem dem Schutz anderer.
Diesen Zweck erfüllen hingegen die FFP-Masken nicht, wenn sie mit einem Ventil zum Ausatmen versehen sind. Dabei können dann auch Viren mit der Atemluft stärker nach außen gelangen. jk