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List investiert in den Standort Goslar

Blick in die Gewürzabteilung, in der Birgit Siemann (links) gerade Kerstin Reppin berät. Rechts Armin Labrenz.

Blick in die Gewürzabteilung, in der Birgit Siemann (links) gerade Kerstin Reppin berät. Rechts Armin Labrenz.

Vor 50 Jahren zog die Firma List Lebensmittel-Großhandel von der Breiten Straße an die Lilienthalstraße. Jetzt wurde die zentrale für rund eine Million Euro erweitert.

Von Friedrich Metge Dienstag, 15.04.2014, 20:00 Uhr

Gemessen an den heutigen Zahlen war der Neubau preiswert: Für rund 3,5 Millionen DM (etwa 1,6 Millionen Euro) baute der Großhandel List vor 50 Jahren einen neuen Abholmarkt an der Lilienthalstraße. Jetzt, im Jubiläumsjahr, wurde das Gebäude um rund 500 Quadratmeter erweitert. Für gut eine Million Euro, wie der Geschäftsführer des über 180 Jahre alten Familienunternehmens, Rudolf von Oehsen, sagt.

Bis 1964 war List an der Breiten Straße zuhause. Dort reichte der Platz nicht mehr aus, der Neubau war dringend erforderlich. 1967 war der Umzug des ersten Abholmarktes für gewerbliche Kunden komplett abgeschlossen. Gefeiert wird das 50-Jährige im Herbst mit einer Handelsmesse.

Insgesamt steht an der Lilienthalstraße eine Großhandelsfläche von rund 15.000 Quadratmetern zur Verfügung, davon 4000 Quadratmeter für den Abholmarkt, 500 Quadratmeter mehr als zuvor. Hinzugekommen sind laut von Oehsen vorrangig eine Feinkost- sowie eine Gewürzabteilung mit mehr als 500 Artikeln. Die „Frischeabteilung“ mit Obst Gemüse und Fisch wurde den heutigen Erfordernissen angepasst.

List setzt bei seinem Angebot, wie von Oehsen erläutert, vorrangig auf qualitativ hochwertige regionale Produkte. Insgesamt sieht er sein Unternehmen gut aufgestellt. Unabhängig davon, dass Abholmärkte eine Zukunft haben, wie er betont.

Die List-Kunden kommen aus einem Radius von rund 120 Kilometern. Geändert haben sich im Laufe der Jahre die Branchen. Waren es um die Jahrtausendwende vorrangig Kioske und der Lebensmittel-Einzelhandel, sind des aktuell Hotels und die Gastronomie: „Letztere machen inzwischen 80 Prozent aus, vor gut 15 Jahren war es die Hälfte,“ so von Oehsen. Die Verschiebung führt er auch darauf zurück, dass es immer weniger Kioske gibt.

Bei den Kunden aus Hotellerie und Gastronomie spielt nach seinen Worten die geringe Entfernung eine große Rolle:„Wir können flexibel reagieren, schnell leifern.“ Wichtig sei, auch Nischen zu füllen und den persönlichen Kontakt zu halten. Mit qualifizierten Mitarbeiten, unterstreicht von Oehsen. Insgesamt beschäftigt List 175 Mitarbeiter,25 mehr als noch vor ein paar Jahren. Darunter 20 Außendienstmitarbeiter. Etwa 75 Prozent der Kunden werden beliefert, das restliche Viertel holt die Ware selbst ab.

Der Umzug von der Breiten Straße an die Lilienthalstraße vor50 Jahren, sagt von Oehsen, war, auch aus verkehrlicher Hinsicht, richtig. Was mit dem ehemaligen List-Standort geschieht, ist offen. Ob das Stadtarchiv dort einzieht, noch nicht geklärt, eine Entscheidung muss laut von Oehsen bis Mitte des Jahres fallen, auch, wegen anderer, eigener Planungen.

Weitere Umbaumaßnahmen laufen derzeit in Seesen, wo das Polizeikommissariat in der Wilhelmstraße unter anderem energetisch saniert wird, und in Einbeck, wo ein Discounter-Gebäude erweitert wird. Auch diese Investitionen belaufen sich noch einmal auf rund eine Million Euro.

Die List-Zentale an der Lilienthalstraße.  Fotos: Schenk

Die List-Zentale an der Lilienthalstraße. Fotos: Schenk

Rudolf von Oehsen

Rudolf von Oehsen

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