Zähl Pixel
GZ-Archiv

Lindenhof erstrahlt mit neuen Lichtern

<p>Schützenvogt Jürgen Sikora und Gabriele Ludwig betrachten zufrieden die neue Beleuchtung im Saal des Lindenhofs. Fotos: Jensen</p>

<p>Schützenvogt Jürgen Sikora und Gabriele Ludwig betrachten zufrieden die neue Beleuchtung im Saal des Lindenhofs. Fotos: Jensen</p>

Goslar. Die Stadt bezuschusste die Sanierung mit 66.000 Euro. Die Ergebnisse des Umbaus sind jetzt zu sehen.

Dienstag, 28.02.2017, 17:53 Uhr

Goslar. Nachdem die Privilegierte Schützengesellschaft zwei Jahre lang für die Sanierungsarbeiten am Lindenhof gekämpft hat, sind nun die Ergebnisse der Umbaumaßnahmen zu sehen. Vor allem der große Saal der 7500 Quadratmeter großen Anlage hat sich grundlegend verändert: Statt der altmodischen Glaskugeln, die jahrelang von der Decke hingen, sorgt nun eine modernisierte Beleuchtungsanlage für warmes Licht.

Nach langen Diskussionen unterstützte die Stadt Ende des letzten Jahres die Sanierungsarbeiten mit 66.000 Euro. „Wir sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen“, sagt Carl-Friedrich Ludwig, Mitglied des Schützenvorstandes und Organisator der Sanierungsarbeiten. Kosten und Zeitplan konnten eingehalten werden.

Die Erneuerungen des Lindenhofes seien jedoch nicht für die Privilegierten Schützen, sondern für die Goslarer Öffentlichkeit bestimmt. „Viele Menschen glauben, die Stadt hätte unseren Verein damit gefördert. Der Vereinsbereich auf dem Lindenhof hat jedoch nichts mit dem Veranstaltungsbereich zu tun“, sagt Schützenvogt Jürgen Sikora (73) deutlich. Vielmehr habe sich der Verein an die Stadt gewandt, da er in den letzten Jahren für die Erhaltungsarbeiten selbst aufkommen musste. „Aber die jetzigen Arbeiten gingen über unsere Kräfte hinaus“, sagt Sikora. Der Verein ist auf der Anlage mit drei Abteilungs- und Klubräumen sowie 42 Schießständen vertreten.

Die krumme Zahl von 66.000 Euro sei durch einen Kostenvoranschlag entstanden. So bekam der Lindenhof eine neue, behindertengerechte Toilettenanlage, eine modernisierte Beleuchtung im großen Saal und einen restaurierten Parkettboden. „Die Ergebnisse erfreuen sich großer Zustimmung im Verein. Trotz der Erneuerungen entspricht das Haus immer noch den gutbürgerlichen Ansprüchen“, sagt die zweite Schützenvogtin, Gabriele Ludwig (59). Bis zu 450 Leute haben in dem großen Saal Platz. Die Helligkeit im Raum könne nun je nach Veranstaltung und Stimmung eingestellt werden.

Die letzte Sanierung erlebte der Lindenhof in den 1980er Jahren. Seitdem sind nur kleinere Erhaltungsmaßnahmen getroffen wurden. Auch die Schützen selbst wollen in den nächsten Jahren noch in Renovierungsarbeiten investieren. So soll das Foyer modernisiert und heller gestaltet und eine neue Tresenanlage angeschafft werden. Dafür werden noch einmal zwischen 10.000 und 15.000 Euro erforderlich sein. Vorher schöpfte der Verein bereits 135.000 Euro aus eigenen Mitteln für die nötigen Arbeiten am Lindenhof.

Nach dem langen Kampf um die Finanzierung bleibt den Schützen jedoch nicht viel Zeit zum Aufatmen. Nun steht erst einmal wieder die Planung des Schützenfestes im Vordergrund.

Lindenhof Sikora Ludwig Saal

Lindenhof Sikora Ludwig Saal

Die Redaktion empfiehlt
Diskutieren Sie mit!