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Leere Okertalsperre: Nur noch zu 30 Prozent gefüllt

Der Ausflugsdampfer ist weiterhin auf dem Okerstausee unterwegs. Foto: Kirmse

Der Ausflugsdampfer ist weiterhin auf dem Okerstausee unterwegs. Foto: Kirmse

Schulenberg. Ziemlich leer ist nach einem recht trockenen Sommer die Okertalsperre. Der Füllungsgrad beträgt nach Angaben der Harzwasserwerke (HWW) in Hildesheim nur noch 30 Prozent.

Von Ralf Kirmse Dienstag, 06.10.2015, 17:00 Uhr

Ein Grund zur Sorge ist das jedoch nicht, insbesondere da die drei Westharzer Trinkwassertalsperren an Grane, Ecker und Söse noch recht gut gefüllt sind. Die Granetalsperre bei Goslar ist dabei mit 65 Prozent der Spitzenreiter. Engpässe bei der Trinkwasserversorgung sind demzufolge nicht zu befürchten.

Der Okerstausee, der einen Teil seines Inhaltes über einen Stollen an die Granetalsperre abgibt, macht optisch jedoch einen recht trostlosen Eindruck. Justus Teicke, Leiter der Abteilung Talsperren bei den HWW in Hildesheim geht aber davon aus, dass das Minimum in Kürze erreicht ist.

Denn auch in den vergangenen Jahren sei die Talsohle jeweils Ende Oktober durchschritten worden, so Teicke. Am vollsten sei der größte Westharzer Stausee traditionell Ende April nach der Schneeschmelze.

Die geringen Niederschläge in den vergangenen Monaten macht Teicke in erster Linie für den Tiefstand verantwortlich. Momentan nimmt der Stausee nur knapp einen halben Kubikmeter Wasser pro Sekunde auf. Gleichzeitig muss er aber mit 1,3 Kubikmetern pro Sekunde relativ viel von dem kostbaren Nass an den Unterlauf abgeben – ein Spitzenwert, den nur noch die Südharzer Odertalsperre erreicht.

Die Okersee-Schifffahrt hat unter dem niedrigen Wasserpegel bislang nicht zu leiden: Der Ausflugsdampfer dreht täglich seine Runden.

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