Landkreis macht 650.000 Euro für Sanierung der Robert-Koch-Schule locker
Hausmeister Thomas Bremer (l.) ist auch in den Ferien gefordert, denn die diversen Bauarbeiten müssen koordiniert werden. Hier werden gerade neue Fenster eingebaut.
Clausthal-Zellerfeld. Ferienzeit ist Bauzeit: Gleich mehrere Gewerke arbeiten derzeit in den verschiedenen Gebäudeteilen der Robert-Koch-Schule (RKS) in Clausthal-Zellerfeld auf Hochtouren.
Insgesamt macht der Landkreis Goslar als Schulträger rund 650.000 Euro für Sanierungsmaßnahmen in dem Gymnasium locker. Darüber freut sich nicht zuletzt Schulleiterin Jutta Reusing. Dem Gebäude sei in einigen Teilen schon deutlich anzumerken, dass es jetzt ein halbes Jahrhundert alt sei, meint sie.
Es stammt noch aus einer Zeit, als Energiesparen nur ein Randthema war. Da gibt es nun noch einiges nachzuholen, insbesondere bei der energetischen Sanierung.
{picture1s} Dieser dient nicht zuletzt der Austausch der Holzfenster, die es in einigen Gebäudeteilen noch gibt. Sie werden durch Aluminiumfenster ersetzt. Unterhalb der Blechverkleidung soll dabei auch die Außendämmung erneuert werden. Darüber hinaus werden die Oberlichter neu verglast. Ziel ist es, durch erhöhte Fensteröffnungen die Lüftung zu optimieren.
Überfällig war auch die Sanierung der Cafeteria, die allein mit 100.000 Euro zu Buche schlägt. Das marode Hirnholz-Parkett musste komplett entfernt werden.
Die Erneuerung des Alt-Parketts sei wegen der zunehmenden Fugenbildung erforderlich geworden, erklärte der Landkreis Goslar, der für die bauliche Unterhaltung des Gymnasiums zuständig ist. Das sei aus Hygiene-Gründen nicht länger akzeptabel gewesen. Zugleich wurde der alte teerhaltige Estrich entfernt.
Der alte Boden wird nun durch auch in hygienischer Hinsicht besser geeignetes Linoleum ersetzt. „Für die Arbeiten musste die Cafeteria komplett entkernt werden“, berichtete Hausmeister Thomas Bremer. Die Ausgabeküche, die zu diesem Zweck ausgebaut werden musste, soll aber rechtzeitig zum Schulbeginn wieder stehen.
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Doch nicht alle Arbeiten werden zum Start ins neue Schuljahr fertig sein. Einige werde man zwangsläufig in die Herbstferien schieben müssen, kündigte Bremer bereits an. Andere, wie zum Beispiel die Sanierung der Dachterrasse, könnten auch parallel zum Unterricht laufen.
Wenn die Dachterrasse fertig ist, kann der Unterricht auch mal nach draußen verlegt werden. Abgesehen davon, dass diese „im Augenblick gar nicht nutzbar ist“, so Jutta Reusing, musste sich auch hier etwas tun. Denn um Schäden am Gebäude zu vermeiden, sei „die Optimierung der Einläufe“ erforderlich, teilte der Landkreis Goslar mit. Auch das Gefälle auf dem Flachdach müsse angepasst werden, damit die Nutzung als Terrasse, wie früher, wieder möglich wird. Zu diesem Zweck soll auch energetisch sinnvoll gedämmt werden.
Im Zuge der Umbauarbeiten werde zudem die Elektro- und Sanitär-Installation „auf einen zeitgemäßen Standard gehoben“, teilte der Landkreis mit. Insbesondere bei Beleuchtung und Raum-Akustik gibt es da Verbesserungspotenzial.