Kriseninterventionsteam stellt sich vor
Melanie Grauer (verdeckt), Joachim Binder, Thomas Exner und Bernd Assmann (v.li.) gestalten die Veranstaltung.
Goslar. Zum dreizehnten Mal begrüßte Joachim Binder vom Organisationsteam der Wunde(r)-Punkte-Kurzandachten mehr als 70 Besucher – diesmal in der Kreuzkapelle der Asklepioskliniken.
Goslar. Zum dreizehnten Mal begrüßte Joachim Binder vom Organisationsteam der Wunde(r)-Punkte-Kurzandachten mehr als 70 Besucher – diesmal in der Kreuzkapelle der Asklepioskliniken.
„Uns interessieren besondere Punkte im Stadtteil Jürgenohl, und wir schauen, was sich im Rahmen der Vorbereitungen dann spontan ergibt“, erläuterte er einleitend.
Nach stimmungsgerechter Musik, gemeinsam gesungenen Liedern und gesprochenem Psalm berichteten Pfarrer Thomas Exner und Bernd Assmann vom Kriseninterventionsteam Goslar aus ihrer Arbeit. Begonnen hatte alles nach dem erschreckenden ICE-Unfall 1998, der deutlich zeigte, dass Menschen bei derart belastenden Unglücken seelische Hilfe brauchen.
So wurden aus anfangs 15 Ehrenamtlichen mit 24-Stunden-Schichten im weiteren Verlauf 25 Mitarbeiter aus nahezu allen Berufsgruppen, die in 12-Stunden-Schichten als Helfer abrufbereit sind. Auch mit dem eignen Team der Asklepiosklinik wird zusammengearbeitet, wenn sogenannte Massenanfälle auftreten und sehr viele Menschen beispielsweise evakuiert werden müssen. Nach der Bibellesung von Henning Kilian über die Salbung Jesu in Bethanien ging Exner in seiner Predigt auf diesen Bericht aus dem Matthäus-Evangelium ein. Interessant war die Tatsache, dass ein Tagelöhner damals ein Jahr arbeiten musste, um die für Jesus verwendete Phiole Nardenöl kaufen zu können – eine ganz enorme Wertschätzung.
Nach gemeinsam gesungenem Lied und einfühlsamer Musik der Komponisten Regner, Fauré und einem Bluesthema, faszinierend schön gespielt von Sarah Kilian (Klarinette) und Nils Fricke (Orgel), der auch die Lieder begleitete, verabschiedete Pfarrerin Melanie Grauer alle Teilnehmer mit dem Segen.
Die nächsten Veranstaltungen finden am Mittwoch am Kreisel im Fliegerhorst und am Donnerstag in der St.-Georg-Kirche statt.
Mehr als 70 Besucher kommen zum Auftakt der Aktion Wunde(r)-Punkte. Fotos: Dürich