Zähl Pixel
GZ-Archiv

Konzert über der Abzucht: Clueso sagt Danke

„Wow, schön, dass ihr da seid.“ Clueso begrüßt gestern gegen 22.20 Uhr mit Gitarrist Tim Neuhaus (li.) sein Publikum auf dem Museumsufer.  Foto: Epping

„Wow, schön, dass ihr da seid.“ Clueso begrüßt gestern gegen 22.20 Uhr mit Gitarrist Tim Neuhaus (li.) sein Publikum auf dem Museumsufer. Foto: Epping

Goslar. „Wow, schön, dass ihr da seid. Das ist unfassbar.“ Clueso begrüßt am Freitag gegen 22.20 Uhr sein Publikum auf dem vollen Museumsufer. Der Lincke-Ring-Träger spielt ein Konzert als Dank.

Von Frank Heine Freitag, 03.07.2015, 22:57 Uhr

Eine sanfte Stimme, poetische Texte, die sich einer zu schlichten Deutung entziehen und schöne Melodien – das Publikum weiß die Musik des neuen Paul-Lincke-Ring-Preisträgers zu schätzen. Clueso hatte am Mittag den Preis im Hahnenkleer Kurhaus entgegen genommen und mit einem Ständchen quittiert.

Am Abend hatten die Wartestunden der Fans, die auf ein Spontankonzert gehofft hatten, erst gegen 22.20 Uhr ein Ende: Gemeinsam mit seinem Gitarristen Tim Neuhaus eroberte er das knackevolle Museumsufer an der Abzucht und verzückte zunächst mit leisen Tönen sein Publikum.

Dort saßen CvD-Abiturientinnen, die ihren Abi-Ball im „Achtermann“ schwänzten, und Ratsgymnasiasten, die ihr Zeugnis gerade in der Kaiserpfalz abgeholt hatten. Für den Hahnenkleer Ewig-Ortsbürgermeister Heinrich Wilgenbus war das Konzert ein Pflichttermin, für den Neu-Goslarer Wöltingerode-Wirt Kai Schürholt eine angenehme Abwechslung.

CDU-Fraktionschef Dr. Frank Schober hatte an seinem 65. Geburtstag das Bayern-Festzelt zum Bierfass-Anstich wohlweißlich gemieden, traf aber auf dem Museumsufer nicht nur seine halbe Fraktion, sondern gleich den halben Rat wieder – Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk inklusive.

Die ersten Fans waren freilich lange vor dem via Internet angekündigten Starttermin von 22 Uhr da und ließen sich mit ihrem Star fotografieren. Bis kurz vor 21 Uhr hatte Clueso nämlich auf der Bühne geprobt, die ihm beinahe nicht spontan genug für ein Spontan-Konzert gewesen wäre. Aber doch irgendwie auch schön und heimelig. Und außerdem ist nun einmal immer dort und wurde nicht eigens aufgebaut.

Zur gemütlichen Wohnzimmer-Atmosphäre trug auch die Bühnen-Dekoration bei. Cluesos Team hatte Stehlampen beigesteuert, aus dem Goslarer Museum stammten die Cocktail-Sessel. Und Hausmeister und Vollblut-Musiker Matthias Mittendorf hatte am Abend vorher bei sich zu Hause kurzerhand das kleine Beistell-Schränkchen entführt. Und wenn ihn einer gefragt hätte, wäre er sicherlich auch noch mit auf die Bühne gestiegen. Clueso? „Ein toller Typ“, lautete die Wertschätzung des (Halb-)Profis.

Die Redaktion empfiehlt
Diskutieren Sie mit!