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Knoblauchkröte soll sich an der Warneniederung vermehren

<p>Die Knoblauchkröte. Foto: Marina Raffel</p>

<p>Die Knoblauchkröte. Foto: Marina Raffel</p>

Wolfenbüttel. Die wenigen Populationen der Knoblauchkröte im Landkreis Wolfenbüttel, insbesondere an der Warneniederung, sind durch den Verlust von Lebensräumen bedroht.

Mittwoch, 24.04.2019, 17:09 Uhr

Im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten Integrierten Life-Projektes „Atlantische Sandlandschaften“ werden daher Laichgewässer und Landlebensräume für die Art optimiert. Der Landkreis Wolfenbüttel, die Gemeinde Schladen-Werla und der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) wollen durch die Anlage eines neuen Laichgewässers und die Sanierung dreier Altgewässer die vorhandenen Knoblauchkröten-Populationen stabilisieren.

Die Warne ist ein westlicher Zufluss der Oker. In ihrer Niederung liegen zahlreiche Amphibiengewässer, die in den vergangenen Jahren jedoch stark zugewachsen und zum Teil verlandet sind und sich dadurch als Laichgewässer für die Knoblauchkröte nicht mehr eignen.

Zur Aufwertung der vorhandenen Amphibiengewässer und Stabilisierung der Knoblauchkröten-Populationen in diesem Bereich wurden im Februar Arbeiten nahe Werlaburgdorf in der Gemeinde Schladen-Werla durchgeführt. Dabei wurden drei vorhandene Gewässer saniert und ein weiteres neu angelegt. An den Altgewässern wurden die vorhandenen Schilfröhrichte zurückgedrängt und Gehölze zurückgeschnitten. Außerdem gelang die Entschlammung des Gewässergrunds.

Schließlich wurde ein weiteres Gewässer mit einem Durchmesser von etwa 25 Metern und einer Tiefe von etwa 1,2 Metern neu angelegt. Die entnommenen Gehölze verbleiben auf der Fläche und dienen als Quartiere für Reptilien und Amphibien. Andreas Memmert, Bürgermeister der Gemeinde Schladen-Werla, lobt die gute Zusammenarbeit der Projektbeteiligten. Die Sanierung der Tümpel sei ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz für eine bedrohte, aber wenig bekannte Krötenart, sagt der Gemeindechef.

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