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Kita St. Peter: Rasselbande rutscht auf Rammelsberg zu

An frischer Luft mangelt es den Kindern in der Sudmerberg Kita St. Peter nicht.  Foto: Sowa

An frischer Luft mangelt es den Kindern in der Sudmerberg Kita St. Peter nicht. Foto: Sowa

Goslar. Die Kindertagesstätte St. Peter in Sudmerberg lässt ihre Kinder täglich draußen spielen und arbeitet eng mit den Eltern zusammen.

Freitag, 31.03.2017, 18:09 Uhr

Eine Aussicht wie im Bilderbuch: Die Kinder in der Kita St. Peter in Sudmerberg blicken jeden Tag auf den Rammelsberg. Ein echter Luxus, findet Leiterin Kerstin Ebeling (51). Seit 1999 arbeitet die Erzieherin in der Einrichtung.

„Die Fröhlichkeit der Kinder motiviert mich jeden Tag“, sagt sie. Insgesamt bietet die Kita Platz für 90 Kinder. Davon sind 50 Kinder im Kindergarten und 40 in der Hortgruppe „Schlaufüchse“, die jedoch in der Grundschule untergebracht sind.

Mit einer Rutsche können die Kinder durch die drei Ebenen der Anlage gleiten. „Das ist so schön hier“, sagt Johanna. Draußen zu spielen ist der Kita besonders wichtig. Sechs Mal im Jahr gibt es den Natur-Erlebnis-Tag, in der die Kinder für Pflanzen und Tiere sensibilisiert werden sollen. „Wir sind ein Draußen-Kindergarten bei fast jeder Wetterlage“, betont Ebeling. Daneben gibt es Ausflüge ins Theater, Kino und zur Feuerwehr.

Auch die Heranführung an Bücher ist den Erziehern der Kita wichtig. Jeden Donnerstag darf ein Bilderbuch für eine Woche mit nach Hause genommen werden. Mit dem Projekt „Book Buddy“ arbeitet die Kita eng mit der Grundschule zusammen. Alle zwei Wochen lesen Drittklässler den Vorschulkindern etwas vor.

Lennart schnappt sich noch schnell ein Mortadella-Brot, bevor es ins Bällebad geht. Jeden Morgen gibt es selbst gemachtes Frühstück in der Kita. Dafür zahlen die Eltern 14 Euro im Monat dazu. Das Mittagessen wird geliefert. Zwei Küchenkräfte unterstützen das pädagogische Team mit Abwasch und Zubereitung.

St. Peter verfolgt eine Mischung aus dem offenen und situationsbedingten Konzept. „Seit letztem Sommer haben wir uns ein wenig umgestellt“, erklärt Ebeling. So kann jedes Kind dort spielen, wo es möchte, die Gruppen sind jedoch aus Altersgründen voneinander getrennt. „Wenn wir einen Klatschkreis mit den Kleinen morgens machen, rollen die Großen sonst mit den Augen“, weiß Ebeling.

In der Bärengruppe sind Kinder von drei vier Jahren, in der Dinogruppe die Kinder bis zum Einschulalter. Jedes Kind hat damit auch eine feste Erzieherstammgruppe. Daneben werden die von den Kindern selbst angesprochenen Themen besprochen. „Letztens ist die Katze eines Jungen verstorben, was wir gemeinsam aufbereitet haben“, sagt Ebeling. Gerade bastelt die Gruppe fleißig Papierflugzeuge, weil eines der Kinder in den Urlaub geflogen ist. „Die Themen werden bei uns immer aktuell aufgegriffen“, erzählt Ebeling.

Eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern ist Ebeling wichtig. Für das neue Spielhaus auf dem Gelände legten sie zusammen an zwei Wochenenden die Bodenplatte und bauten das Häuschen. Einmal im Jahr gibt es einen Aufräumtag, an dem die Eltern und Kinder gemeinsam die Büsche schneiden, Zäune streichen und Blumen pflanzen. Das Kind soll dabei als eigenständige Persönlichkeit wahrgenommen werden und sich selbstbewusst und hilfsbereit entwickeln können.

GZ-Fazit: St. Peter setzt auf Natur, Partizipation und eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern.

Adresse: Kiefernbrink 37 in 38640 Goslar/Sudmerberg

Kontakt: Ruf: (05321) 23893; E-Mail: info@kiga-sudmerberg.de

Personal: sieben Erzieherinnen, zwei Kinderpflegerinnen, zwei Küchenkräfte

Gruppen: 90 Kinder (eine Hortgruppe mit 40 Kindern und zwei Kindergartengruppen à 25 Kinder)

Was uns ausmacht: „Wir leben im Grünen.“

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