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Keine Gebote für den Ferienpark Nierfeld

Der Ferienpark an der Wiesenstraße soll verkauft  werden. Ein Bieter fand sich bei der Auktion in Berlin am Donnerstag nicht. Foto: Roß

Der Ferienpark an der Wiesenstraße soll verkauft werden. Ein Bieter fand sich bei der Auktion in Berlin am Donnerstag nicht. Foto: Roß

Hahnenklee/Berlin. Gleich drei kommerzielle Übernachtungsmöglichkeiten in Hahnenklee und Wildemann wurden innerhalb einer Woche bei öffentlichen Auktionen angeboten. Das letzte (und größte) Haus war der Ferienpark Nierfeld an der Wiesenstraße in Hahnenklee-Bockswiese – und ausgerechnet dafür fand sich am Donnerstag kein Interessent.

Freitag, 13.12.2019, 13:51 Uhr

Für das Mindestgebot von 450.000 Euro suchte Auktionator Michael Plettner vergeblich einen Bieter. Von den 70 Anwesenden im Berliner „abba-Hotel“ wollte keiner die Hand heben. Somit bleibt das Haus mit 35 Appartments im Nachverkauf beim Auktionshaus, der Deutschen Grundstücksauktionen AG.

Inhaber und Verkäufer des Ferienparkes ist Jürgen Nierfeld. Vor der Versteigerung hatte er im Gespräch mit unserer Zeitung betont, dass seine Verkaufsabsicht nicht mit der Region zusammenhänge. Es gebe persönliche Gründe. Zum einen sei es „nicht der schlechteste Zeitpunkt“ – Nierfeld sieht derzeit eine Blase am Immobilienmarkt.

Zum anderen sei die 10-jährige Spekulationsfrist abgelaufen – liegen mehr als zehn Jahre zwischen Kauf und Verkauf, so ist der Gewinn steuerfrei. Nierfeld betonte weiterhin die „sehr gute Vermietungssituation“ in der Unterkunft, die sich auf Gruppen von 15 bis 22 Personen spezialisiert hatte. Der künftige Eigentümer bekomme auch Buchungen für 2020 mit auf den Weg, so Nierfeld.

Er selbst habe das Haus damals auf einer Versteigerung erworben. Vorher habe die evangelische Kirche Bremen dort ein Mutter-Kind-Heim betrieben, dann aber sei die staatliche Förderung zwischenzeitlich gestrichen worden, erinnerte er sich. Die Kirche habe es dann noch einmal zurückgemietet, später habe er das Haus dann umbauen lassen. Seit 2007 wird es an Feriengäste und Gruppen vermietet. Jürgen Nierfeld konstatierte vor der Auktion einen Überhang an vermietbaren Flächen in der Region – zwei andere Pensionen im Harz wurden innerhalb der vergangenen Woche dennoch versteigert. Die Pension Cecilie in Hahnenklee, in dem es zwölf Zimmer unterschiedlicher Größe gibt, kam für 149.100 Euro unter den Hammer. Für das Hotel Harzperle in Wildemann mit 14 Zimmern wurden 190.000 Euro gezahlt. Damit kamen die Häuser jeweils zum Mindestgebot unter den Hammer. Zusätzlich müssen die Käufer noch 7,14 Prozent Courtage, fünf Prozent Grunderwerbssteuer sowie Notarkosten berappen.

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