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Kein Urteil im Prozess gegen Halberstädter Arzt

Der Angeklagte (Mitte) zum Prozessauftakt im September 2018 mit seinen beiden Verteidigern.  Foto: Stade

Der Angeklagte (Mitte) zum Prozessauftakt im September 2018 mit seinen beiden Verteidigern. Foto: Stade

Magdeburg. Anders als erwartet ist im Prozess gegen einen Arzt, der Frauen gefügig gemacht haben und für den Tod einer Frau verantwortlich sein soll, kein Urteil gesprochen worden. Das Landgericht Magdeburg vertagte am Mittwoch die Verhandlung zunächst auf den kommenden Montag, 28. Januar.

Mittwoch, 23.01.2019, 17:25 Uhr

Zuvor hatte die Verteidigung erfolglos die Aussetzung des Prozesses gegen den 43-Jährigen beantragt. Hintergrund dafür war der rechtliche Hinweis der Strafkammer, dass in drei von zehn Anklagepunkten höhere Strafen möglich seien.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem ehemaligen Chefarzt einer Klinik in Halberstadt unter anderem Vergewaltigung mit Todesfolge vor. Insgesamt sind zehn Fälle in der Zeit zwischen September 2015 und Februar 2018 angeklagt. Alle Taten ereigneten sich im Privatleben des gebürtigen Österreichers mit deutschem Pass.

Eine Friseurin aus Schönebeck war im Februar vorigen Jahres nach einer Überdosis Kokain gestorben, das der Angeklagte ihr heimlich beim zunächst einvernehmlichen Sex verabreicht haben soll. Der Prozess verlief größtenteils unter Ausschluss der Öffentlichkeit – auch die Plädoyers.

Das Landgericht in Magdeburg hatte ursprünglich angekündigt, dass nach 25 Verhandlungstagen am gestrigen Mittwoch mit dem Urteil zu rechnen sei. Wie es nun bei der Fortsetzung des Verfahrens am kommenden Montag weitergeht, war zunächst offen. Denkbar ist, dass es weitere Anträge der Verteidigung gibt. Aber auch eine Wiederholung der Plädoyers und ein Urteil sind möglich. dpa

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