Kaufland: 90 Mitarbeiter angekündigt, nur 60 sind da
<p>Statt 90 arbeiten nur noch 60 Mitarbeiter im Kaufland. Archivfoto: Epping</p>
Goslar/Oker. Ein Drittel weniger Mitarbeiter als angekündigt – im Kaufland arbeiten statt 90 nur noch 60 Angestellte. Als Grund nennt das Unternehmen personelle Schwankungen, die nach einer Neueröffnung üblich seien. In Oker verdichten sich derweil die Hinweise, dass die ehemalige Esso-Tankstelle in der Harzburger Straße einem Netto-Markt weicht.
Goslar/Oker. Ein Drittel weniger Mitarbeiter als angekündigt – im Kaufland arbeiten statt 90 nur noch 60 Angestellte. Als Grund nennt das Unternehmen personelle Schwankungen, die nach einer Neueröffnung üblich seien. In Oker verdichten sich derweil die Hinweise, dass die ehemalige Esso-Tankstelle in der Harzburger Straße einem Netto-Markt weicht.
Doch zuerst an die Hildesheimer Straße: Hier hatte im August 2016 eine Kaufland-Filiale eröffnet. 30000 Artikel und 90 neue Jobs hatte der Konzern für den 3400 Quadratmeter großen Verbrauchermarkt angekündigt (die GZ berichtete).
Anfang Juli erreichten Informationen die GZ, dass die Mitarbeiterzahl im Kaufland deutlich geschrumpft sei – also nicht die angekündigten 90 Jobs angeboten wurden. Eine Anfrage ging nach Neckarsulm, wo die Unternehmenszentrale der Supermarkt-Kette sitzt.
Es sei üblich, bei einer Neueröffnung mit einer „etwas höheren Personaldecke“ zu starten, bis sich das Team in alle Abläufe eingespielt habe, antwortet eine Konzernsprecherin: „Daher erhält ein Teil der Mitarbeiter zeitlich befristete Verträge.“
Zudem seien viele Quereinsteiger in Goslar eingestellt worden – und dabei käme es „erfahrungsgemäß zu personellen Veränderungen“, berichtet die Sprecherin. Das Unternehmen hätte zur Neueröffnung „fast alle Stellen“ neu rekrutieren müssen. Ferner hätte man nicht die Möglichkeit gehabt, auf Mitarbeiter aus benachbarten Filialen zurückzugreifen.
Eine offizielle Bestätigung lässt derweil auch in Oker weiter auf sich warten. Hier hatte die GZ im Februar berichtet, dass Netto Interesse an dem Gelände der ehemaligen Esso-Tankstelle an der Harzburger Straße bekundete. Zudem hatte SPD-Fraktionsvize Gerd Politz schon vorher über laufende Verhandlungen informiert hatte.
Die Antwort seitens Netto blieb vor fünf Monaten aber vage: Man befände sich einer „frühen Planungsphase“. Mehr Informationen – Fehlanzeige. Und das hat sich bis heute auch nicht geändert: Man könne aufgrund der noch laufenden Verhandlungen keine weitere Informationen kommunizieren, hieß es gestern seitens der Pressestelle der Edeka-Tochter.
Immerhin: Stadtsprecherin Elke Dreßler berichtet von einer Bauanfrage, die zur ehemaligen Esso-Tankstelle vorliege, beschieden und positiv bewertet worden sei. Die Stadt habe somit zugestimmt, dass dort eine Bebauung grundsätzlich möglich sei. Wie diese dann letztendlich aussehe, entscheide aber der Bauträger, so Dreßler.
Dessen Name könne sie nicht nennen, sagt die Stadtsprecherin. Es handele sich aber um eine Immobilienfirma, die unter anderem für Netto arbeite ...