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Milchkannenturnier der JU

Junge Union veranstaltet Milchkannenturnier

Besucher auf der Tribüne, die Spaß daran haben, den Thekenmannschaften beim Fußballspielen zuzusehen – so haben es die Veranstalter gern. Probleme bereiteten nur die (paar) Leute, die in der Vergangenheit ein wenig zu viel Spaß hatten … Fotos: GZ-Archiv

Besucher auf der Tribüne, die Spaß daran haben, den Thekenmannschaften beim Fußballspielen zuzusehen – so haben es die Veranstalter gern. Probleme bereiteten nur die (paar) Leute, die in der Vergangenheit ein wenig zu viel Spaß hatten … Fotos: GZ-Archiv

Bad Harzburg. Die Junge Union wagt es noch einmal: Am 29. Dezember wird wieder ein Fußballturnier um die Milchkanne veranstaltet. Allerdings unter Auflagen. Und mit der Androhung, dass es das letzte seiner Art ist, wenn sich Teilnehmer und Besucher nicht benehmen.

Dienstag, 03.12.2019, 14:35 Uhr

Die Geschichte des Fußballturniers für Thekenmannschaften lässt sich bis ins Jahr 1981 zurückverfolgen. Damals jedenfalls stiftete die Junge Union eine Milchkanne, die noch heute im Umlauf ist. Versehen mit den Plaketten diverser Siegermannschaften mit klangvollen Namen wie Inter Eiland, FC Flascheleer, Deputies, Wilde Hühner, Roundhousekickers, hat sie bei Harzer Fußballern Kultstatus.

Das Turnier ist stets auch eine riesige Party. Dagegen haben die Veranstalter nichts, im Gegenteil, Jobst-Alexander Dreß als Sprecher des Organisatoren-Teams unterstreicht, dass das Turnier durchaus einen großen geselligen Aspekt habe und allen Spaß machen solle.

Aber wie schrieb die GZ vor zwei Jahren: „Einige Teilnehmer und Zuschauer haben es in diesem Jahr ein wenig zu ernst genommen mit dem Spaß.“ Mit anderen Worten: Es wurde –meist unter Alkoholeinfluss –gepöbelt, es wurden Kabinen verdreckt und auch sonst die gute Kinderstube über Bord gekippt. Die Junge Union jedenfalls hatte damals die Faxen dicke, erst recht die Verantwortlichen der Deilichsporthalle (die dem Landkreis gehört). Schon da war die Rede davon, die Sache ein für alle Mal zu beerdigen.

{picture1s} Dann wagte die Junge Union 2018 doch noch einen Versuch, aus dem aber aus anderen Gründen nichts wurde. Unter anderem gab es ein Problem mit der Kommunikation beziehungsweise den Kommunikationswegen. Die Genehmigung des Deilichhallen-Hausherrn Landkreis kam erst spät bei der Jungen Union an. Wer oder was letztlich daran schuld war – egal, die JU sagte das Turnier ab. Denn sie sah sich nicht in der Lage, die vom Landkreis verhängten „verschärften Auflagen“ in der Kürze der Zeit gewährleisten zu können.

In diesem Jahr habe man frühzeitig mit den Behörden gesprochen, und sowohl Stadt als auch Landkreis seien sehr kooperativ gewesen, sagt Dreß. Vor allen Dingen sei dabei auch die Auflage aus der Welt, dass es ein Alkohol- und Rauchverbot für das komplette Schulgelände geben sollte. Das erstreckt sich nämlich bis zum Kindergarten. Nun gelte laut Dreß das Verbot in der Halle. Denn auch dort, speziell in den Kabinen, war es in der Vergangenheit mehr und mehr zu regelrechten Gelagen gekommen.

Nun darf wieder direkt vor der Halle Alkohol konsumiert und geraucht werden. Klingt als Voraussetzung für das Gelingen eines Fußballturniers ungewöhnlich, aber gehört nach Ansicht der JU letztlich zur Milchkanne dazu, die ja eben zu einem Großteil auch Party ist. Aber, und das ist ein großes Aber: Gegen ein oder zwei Bierchen während der Veranstaltung hat niemand etwas, doch in der Halle ist nicht nur strenges Alkoholverbot (das durch einen JU-eigenen Sicherheitsdienst kontrolliert wird). Wer sich daneben benimmt, fliegt raus.

Zudem muss für die Kabinen Pfand hinterlegt werden, das im Falle einer hinterher anstehenden Großreinigung auch einbehalten wird. Das seien nach Ansicht von Dreß eigentlich „ganz akzeptable Auflagen“ und „wir setzten auf die Vernunft der Leute“. Deshalb wurde und werde auch mit allen Mannschaften gesprochen. Denn eines müsse den Leuten klar sein: Wenn es in diesem Jahr wieder zu Problemen kommt, dann war das Milchkannenturnier 2019 endgültig das letzte seiner Art.

Und ganz ohne kräftige Party inklusive Gelage bleibt es ja in diesem Jahr auch nicht: Ab 20 Uhr steigt die Player’s Night mit Siegerehrung im Domizil. Und dort herrscht dann kein Alkoholverbot.

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