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Jumbo-Möbel-Discount am Hackelkamp schließt

Bad Harzburg. Am Dienstagmorgen startet in Detmold die erste Gläubigerversammlung im Insolvenzverfahren des auch in Bad Harzburg vertretenen Möbelhandelsunternehmens Jumbo-Möbel-Discount.

Von Heinz-Georg Breuer Montag, 17.10.2016, 16:24 Uhr

Das Verfahren war am 1. August wegen Zahlungsunfähigkeit eröffnet worden, nachdem das Unternehmen aus dem nordrhein-westfälischen Horn-Bad Meinberg am Rande des Teutoburger Walds am 20. Mai Insolvenzantrag gestellt hatte. Zwischenzeitlich hatte das Gericht dem Insolvenzverwalter Hans-Peter Burghardt aus Herford, einen Massekredit in Höhe von 700.000 Euro bewilligt.

Burghardt war am Montag nicht erreichbar, um zu erläutern, wie es weitergeht. Mit Verfahrenseröffnung hatte er dem Insolvenzgericht mitgeteilt, dass sogenannte Masseunzulänglichkeit besteht. Diese liegt nach der Insolvenzordnung dann vor, wenn zwar die Verfahrenskosten gedeckt sind, die Insolvenzmasse jedoch nicht oder voraussichtlich nicht ausreicht, um fällige sonstige Verbindlichkeiten zu erfüllen.

Zwar besteht auch weiterhin die Pflicht zur Verwertung für den Verwalter, doch in der heutigen Gläubigerversammlung geht es unter Umständen auch um eine Anhörung über eine Verfahrenseinstellung mangels Masse.

Der Jumbo-Möbel-Discount eröffnete seinen ersten Standort im Jahre 2003 und betrieb zuletzt vier Filialen in Bad Harzburg, Bovenden, Gemünden und Xanten. Seit 2009 werden die Möbel auch über einen Onlineshop vertrieben.

Das Möbelhandelsunternehmen beschäftigt laut Firmen-Website80 Mitarbeiter auf einer Betriebsfläche von insgesamt rund 40.000 Quadratmetern und ist Mitglied im Einkaufsverband EMV. In Bad Harzburg ist das Unternehmen nach Auskunft des städtischen Wirtschaftsförderers Thomas Beckröge seit dem Jahre 2006 im Gewerbegebiet Nord am Hackelkamp auf angepachteten Verkaufsflächen gemeldet – nach Firmenangaben auf mehr als 10.000 Quadratmetern.

In verschiedenen Ausverkaufsanzeigen erklärt Jumbo Möbel derzeit, dass alle Filialen geschlossen werden müssen und nun Bad Harzburg als letztes Möbelhaus an der Reihe sei. Die bei einer Inventur ermittelten Möbel im Gesamt-Warenwert von mehr als 2,5 Millionen Euro müssen nach Angaben des Abverkauf-Koordinators Rüdiger Wei-nandy „restlos raus“.

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