Jetzt rollen sie wieder rund um die Uhr
Frank Lachmund ist einer der drei Geschäftsführer des neuen Taxenbetriebs und führt das operative Geschäft. Foto: Schlegel
Bad Harzburg. Unter der Woche nachts in Bad Harzburg ein Taxi zu bekommen, war in den vergangenen Monaten ein Unterfangen. Gefühlt auf alle Fälle, praktisch aber meist auch. Dabei gab es Taxen – jedenfalls an den Wochenenden. Und wer wusste, wie er es anstellen musste, bekam auch unter der Woche nachts eins. Klingt verwirrend? War es auch. Jetzt soll alles besser werden. Die letzten großen örtlichen Taxiunternehmen haben sich zusammengeschlossen, nun gibt es noch eine Adresse, unter der man rund um die Uhr und an 365 Tagen ein Taxi bekommt.
Bad Harzburg. Unter der Woche nachts in Bad Harzburg ein Taxi zu bekommen, war in den vergangenen Monaten ein Unterfangen. Gefühlt auf alle Fälle, praktisch aber meist auch. Dabei gab es Taxen – jedenfalls an den Wochenenden. Und wer wusste, wie er es anstellen musste, bekam auch unter der Woche nachts eins. Klingt verwirrend? War es auch. Jetzt soll alles besser werden. Die letzten großen örtlichen Taxiunternehmen haben sich zusammengeschlossen, nun gibt es noch eine Adresse, unter der man rund um die Uhr und an 365 Tagen ein Taxi bekommt.
In den goldenen Zeiten der Harzburger Kneipenszene blühte auch das Taxengeschäft. Bis zu einem Dutzend Unternehmen gab es, Kamentsanis, Wagner, Bieneck, Schreier, Lachmund, Wolter sind nur einige Namen, die alte Bad Harzburger Taxikunden noch kennen. Manch einer hat sogar noch die Telefonnummern im Kopf.
Doch im Laufe der Zeit machten mehr und mehr Betriebe zu oder fusionierten. Zuletzt waren es noch zwei größere Firmen – der Taxen- und Mietwagenservice WBW von Andreas Bieneck und Jörg Reitingers Taxen Service – , die die Kunden beförderten. Allerdings waren solch kleine Einheiten irgendwann nicht mehr in der Lage, rund um die Uhr wirtschaftlich zu fahren. Und so kam es vor, dass man unter der Woche nachts kein Taxi mehr in Bad Harzburg bekam.
Nun haben sich auch diese beiden Unternehmen zusammengetan, mit Reitinger und Bieneck als geschäftsführende Gesellschafter. Und es ist noch ein dritter Partner mit im Boot: Frank Lachmund, ebenfalls im Taxgeschäft erfahren, sein Vater Manfred gründete eines der ersten Taxiunternehmen in Bad Harzburg. Lachmund junior ist ebenfalls geschäftsführender Gesellschafter und kümmert sich ums operative Geschäft.
Durch die „finale Fusion“, wie Lachmund sie nennt, entstand die „Bad Harzburger Taxen- und Mietwagenservice GmbH“ mit Sitz in der Ilsenburger Straße. Der Standort am Fuße der Bismarckstraße, einst die bekannte Bad Harzburger „Taxenzentrale“, wurde aufgegeben. Die neue GmbH hat eine Fahrzeugflotte, die 21 Taxen, Mietwagen und Kleinbusse umfasst. Angeboten werden die klassischen Leistungen, von normalen Stadtfahrten bis zur Krankenbeförderung.
Natürlich werden die Taxen nach wie vor am Bahnhof stehen, oder auf Anruf kommen. Und: „Wir sind wieder 24 Stunden an 365 Tagen erreichbar“, sagt Lachmund. Denn in einer solch großen Einheit könne man wieder wirtschaftlicher kalkulieren. Auch wenn die Gründe, aus denen bisher mitunter wochentags nachts keine Taxe fuhr, laut Lachmund nachvollziehbar sind: „Es gibt um diese Zeit kaum noch Fahrgäste.“ Doch unter dem Servicegedanken ist man wieder zum 24-Stunden-Angebot zurückgekehrt. Überhaupt habe sich das Geschäft verändert, seit Lachmund in jungen Jahren selbst beim Vater im Betrieb war. Die Kunden fahren gezielter, und ja, das hänge auch mit den gestiegenen Preisen zusammen, seit der Mindestlohn gezahlt wird.