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Internationales Haus Sonnenberg mit neuem Geschäftsführer

Wechsel beim Internationalen Haus Sonnenberg: Jens Steffen Minkus (links) löst Horst Weiher zum 1. Januar als Geschäftsführer ab.  Foto: Eggers

Wechsel beim Internationalen Haus Sonnenberg: Jens Steffen Minkus (links) löst Horst Weiher zum 1. Januar als Geschäftsführer ab. Foto: Eggers

St. Andreasberg. Das Internationale Haus Sonnenberg bekommt im neuen Jahr einen neuen Geschäftsführer. Jens Steffen Minkus aus Braunschweig übernimmt die Stelle von Horst Weiher zum 1. Januar.

Von Michael Eggers Dienstag, 15.12.2015, 13:44 Uhr

Die Neubesetzung war nötig geworden, da Weiher vorzeitig aufhört. Der 64-Jährige zieht zu seiner Frau nach Lübeck, um die „Wochenendehe“ zu beenden.

Minkus ist 55 Jahre alt, Jurist, verheiratet, hat einen Sohn und kommt aus Braunschweig. Er hat 20 Jahre lang beim Energieversorger Braunschweig-Energy als Assistent des Vorstandes gearbeitet. Danach war er freiberuflich für die Volkshochschulen in Salzgitter und Gifhorn tätig. Dabei hatte er sich vor allem mit Zertifizierungstätigkeiten beschäftigt. „Qualitätsmanagement wird für die Arbeit im Internationalen Haus genauso wichtig sein wie die Expertise, die unser neuer Geschäftsführer mitbringt“, sagte Dr. Friedhart Knolle, der stellvertretende Vorsitzende des Trägervereins, dem Sonnenberg-Kreis.

Für Minkus ist das Internationale Haus nicht unbekannt. „Als Gauß-Schüler war ich bereits während meiner Kindheit häufig im Harz und habe dabei auch die Einrichtung kennen und schätzen gelernt“, sagte er. Dennoch werde er aus familiären Gründen in Braunschweig wohnen bleiben. „Die Verkehrsanbindung ist aber so gut, dass ich nicht lang fahre“, meinte Minkus.

Der neue Geschäftsführer betonte, dass er die erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers fortsetzen wolle. Weiher war es gelungen, die Heimvolkshochschule Internationales Haus in ruhigeres Fahrwasser zu lenken. Unter anderem dank eines Kredits, den sich die Einrichtung von ihren Mitgliedern besorgt hatte, hatte es die Geschäftsführung geschafft, kurzfristige Verbindlichkeiten abzubauen und bei Personal und Lieferanten wieder für Zahlungssicherheit zu sorgen.

Weiter hatte Weiher ein wenig Personal abgebaut. So ist der komplette EDV-Bereich ausgelagert worden und wird nun von einer Agentur wahrgenommen. Ähnlich läuft es mit der Öffentlichkeitsarbeit. „Wir haben in diesen Bereichen dadurch bestimmt zwei Drittel der Kosten eingespart“, meinte Weiher. Derzeit sind 20 Mitarbeiter im Internationalen Haus beschäftigt.

Durch behutsame Sanierungen sei es zudem gelungen, die Übernachtungszahlen zu steigern. Die Auslastung liege mittlerweile bei mehr als 30 Prozent, berichtete Weiher. Der Umsatz habe sich seit seinem Antritt immens gesteigert. Kein Wunder, dass die Vorsitzende des Trägervereins, Viola von Cramon, den Weggang des Geschäftsführers bedauert. „Horst Weiher hat sich durch seine solide Finanzpolitik und gute Netzwerkarbeit bei den Gästen, den Mitgliedern und dem Personal einen hohen Respekt erarbeitet“, sagte sie.

Dennoch ist die Situation noch keineswegs sehr gut. Ein Investitionsstau ist nach wie vor vorhanden, und das Internationale Haus ist weiter auf Zuschüsse von Land, Bund und Europa angewiesen. Falle eine dieser Förderungen, die wegen anderer Programme weg, gebe es jedesmal Probleme.

Minkus ist aber zuversichtlich, ebenso wie der jetzige Geschäftsführer, diese Schwierigkeiten meistern zu können.

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