In drei Jahren soll das Grand Hotel stehen
<p>So könnte beziehungsweise soll der Harzburger Hof aussehen, wenn er zu Weihnachten in drei Jahren endgültig fertig ist. Nach heutigem Planungsstand hat die Primus AG dann 60 Millionen Euro in den Neubau gesteckt. Grafik: Primus AG</p>
Bad Harzburg. Nach wie vor gibt es viele Bad Harzburger, die aus den negativen Erfahrungen der Vergangenheit heraus an die Wiederauferstehung des Hotels „Harzburger Hof“ erst dann glauben, wenn sie das fertige Hotel sehen. Doch gestern ist man der Realisierung des 60-Millionen-Projektes einen entscheidenden Schritt näher gekommen: Dieter Köhler, Repräsentant der Primus Harzburger Hof GmbH, reichte im Rathaus den Bauantrag für den ersten Abschnitt des Projektes ein. Und er verriet kurz vor Weihnachten noch ein Geheimnis: Er könne sich vorstellen, die Spielbank in dem Hotel beziehungsweise dem zweiten Primus-Projekt am Kursaal einziehen zu lassen.
Bad Harzburg. Nach wie vor gibt es viele Bad Harzburger, die aus den negativen Erfahrungen der Vergangenheit heraus an die Wiederauferstehung des Hotels „Harzburger Hof“ erst dann glauben, wenn sie das fertige Hotel sehen. Doch gestern ist man der Realisierung des 60-Millionen-Projektes einen entscheidenden Schritt näher gekommen: Dieter Köhler, Repräsentant der Primus Harzburger Hof GmbH, reichte im Rathaus den Bauantrag für den ersten Abschnitt des Projektes ein. Und er verriet kurz vor Weihnachten noch ein Geheimnis: Er könne sich vorstellen, die Spielbank in dem Hotel beziehungsweise dem zweiten Primus-Projekt am Kursaal einziehen zu lassen.
Natürlich ist das Rathaus beziehungsweise die Stadt nicht die erste Adresse, an die man den Bauantrag für ein solches Projekt schickt. Aber es sollte die Verbundenheit zur Stadt Bad Harzburg gezeigt werden, die allerdings auch ins nun beginnende Verfahren per Stellungnahme eingebunden ist. Und so blieb ein Exemplar des dicken Antragsordners auch gleich im Rathaus, während die beiden anderen an die zuständige Landkreis-Mitarbeiterin Anke Ristau übergeben wurden.
Wie geht es nun weiter? In den eingereichten Unterlagen wird der erste Schritt des Projektes beantragt, beispielsweise die „Baufeldfreimachung“, also die Beseitigung des noch vorhandenen Schutts. Wobei der, so Köhler, vor Ort recycelt und aufbewahrt wird, man will das Material für das Verfüllen der Terrasse nutzen.
Für Primus ist diese Baufeldfreimachung, die nach dem Winterfrost beginnen soll, der reguläre Baubeginn. Bis April sollen dann, wenn alles gut läuft, auch die Aufträge für den Rohbau vergeben werden, für den man zwölf Monate Bauzeit kalkuliert. Alles in allem sei mit der Fertigstellung für den Sommer 2021 zu rechnen, nach einer Pre-Opening-Phase könnte das Hotel dann endgültig im Dezember 2021 eröffnet werden. Zuvor sollen die Bad Harzburger „ihren Harzburger Hof in Besitz nehmen“ und die Möglichkeit haben, das Hotel kennenzulernen: Zwei Nächte werden die 480 Betten nur an Einheimische vermietet – beziehungsweise werden die Übernachtungen versteigert. Der Erlös fließt guten Zwecken zu, kündigt Köhler an.
Parallel dazu laufen bei Primus die Planungen für den Kursaal und ein auf der Fläche des vor zehn Jahren abgerissenen alten Kurhauses geplantes 120-Betten-Hotel. Die zuständigen Gremien der Kur-, Tourismus- und Wirtschaftsbetriebe haben dem Verkauf von Saal und Grundstück zugestimmt, im Januar, so Köhler, werde der Kauf beim Notar besiegelt.
Damit einher geht eine weitere Idee: Er habe Gespräche mit den Spielbank-Betreibern in Hannover geführt. Denn er könne sich vorstellen, das Casino, das jetzt noch im Badepark ansässig ist, in dem Kursaal-Hotel und einige Roulette-Tische auch im Harzburger Hof unterzubringen, sagte Köhler der GZ. Die Spielbank würde dann nach 20 Jahren „nach Hause kommen“.
Dieter Köhler (2.v.l.) reicht den Bauantrag im Rathaus bei Bürgermeister Ralf Abrahms und Stadtplanerin Ines Seltitz (2.v.r) ein. Die geben sie postwendend an Anke Ristau weiter, die die Unterlagen beim Landkreis bearbeitet. Foto: Schlegel