Immobilienpreise im Harz zeigen sich trotz Corona-Krise stabil
Das Neubaugebiet Liethberg in Vienenburg: Die Nachfrage nach Bauland steigt in der Region deutlich. Für das Jahr 2018 hat das Katasteramt im Landkreis Goslar 156 Verträge registriert, 2019 waren es sogar 239. Foto: Archiv
Goslar. Der vor einigen Jahren noch kriselnde Immobilienmarkt im Landkreis Goslar hat sich weiterhin erholt. Das zeigt der Grundstücksmarktbericht des Katasteramtes für den Zeitraum von November 2018 bis Oktober 2019. Wie sich die Branche in der Corona-Krise entwickelt, darüber sind sich Experten aber noch uneinig.
Für eine Bewertung sei es zu früh, sagt Gerd Trautmann von der Regionaldirektion Northeim des Landesamtes für Geoinformation und Landesvermessung, dessen Gutachterausschuss den Marktbericht vorlegt. Voraussichtlich im Juni werde ein Zwischenbericht zur Frage der Corona-Auswirkungen erwartet. Derzeit werde spekuliert, dass die Preise für private Immobilien nachgeben, weil der eine oder andere aus wirtschaftlichem Druck sein Haus oder seine Wohnung verkaufen müsse. Zahlen gebe es aber derzeit nicht.
Seit 2011 jedenfalls steigen im Landkreis Goslar Nachfrage und Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser ebenso wieder wie für Reihenhäuser und Doppelhaushälften und erholen sich nachdrücklicher als zum Beispiel im Altkreis Osterode und im Raum Northeim.
Der Durchschnittspreis für eine Immobilie wurde 2011 im Landkreis Goslar mit 98.000 Euro angegeben, zuletzt lag er den Angaben zufolge bei 145.000 Euro und bei 235.000 Euro für frei stehende Ein- und Zweifamilienhäuser in der Kreisstadt Goslar. Nur für den Raum Göttingen werden höhere Preise angegeben. Allerdings gibt die Regionaldirektion nur die Preise für den Raum Northeim, Göttingen und Holzminden an, Braunschweig, Salzgitter und Wolfenbüttel etwa gehören zu einer anderen Direktion.
Die Preise für Eigentumswohnungen steigen im Kreis Goslar ebenfalls seit 2011 und liegen derzeit bei durchschnittlich 157.000 Euro, 2011 lag der Wert bei 100.000 Euro.
Im Landkreis Goslar weichen die Immobilienpreise je nach Lage des Objektes vergleichsweise stark voneinander ab. Während der Durchschnittspreis für ein Ein- oder Zweifamilienhaus in der Stadt Goslar mit 235.000 Euro angegeben wird, liegt er in Bad Harzburg bei 215.000 Euro und in Seesen bei 185.000 Euro.Für Langelsheim wird ein Wert von 165.000 Euro angegeben, für Braunlage sind es 160.000 Euro. Es folgen Lutter (155.000 Euro) und danach die Unistadt Clausthal-Zellerfeld (145.000), in der die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser auf dem Niveau von Bad Sachsa, Herzberg und Münchehof liegen. Schlusslichter im Harz sind Bad Lauterberg (140.000), Walkenried (115.000) und Bad Grund (110.000 Euro).