Immenhof: Die Steinberg-Alm als Filmkulisse
Steinbergalm (kl. Foto v.re) Max von Thun, Valerie Huber und Heiner Lauterbach. Foto: Concorde Filmverleih/Kai von Kröcher
Goslar. Die Steinberg-Alm wird erneut zur malerischen Filmkulisse: Nach den „Monuments Men“ von Hollywood-Star George Clooney, die 2013 in der Welterbestadt aufschlugen und internationales Flair versprühten, erfährt jetzt mit „Immenhof – das Abenteuer eines Sommers“ eine deutsche Produktion eine Fortsetzung, die selbst auf einem legendären Vorläufer fußt.
„Ich bin absoluter Immenhof-Fan, die drei Filme mit den Mädels Dick und Dalli, Oma Jantzen und Tierarzt Dr. Pudlich – das war Pflichtprogramm mit meinen Töchtern, da liegt viel Herzblut drin“, schwärmt Alm-Boss Burkhard Rösner. Die Trilogie um das Ponygestüt mit ihrer Pferdemädchen-Romantik und der jungen Heidi Brühl in einer Hauptrolle war in den 50er Jahren ein Riesenerfolg und läuft auch heute noch oft an Feiertagen im TV. In den 70er Jahren folgten zwei schwächere Fortsetzungen.
Im Vorjahr wagte sich Regisseurin Sharon von Wietersheim mit einem Drehbuch aus eigener Hand an den Stoff. Unter anderem mischten Laura Berlin, Heiner Lauterbach, Wotan Wilke Möhring und Max von Thun vor der Kamera mit. Für den Nachfolger schlägt das Team laut Rösner aller Voraussicht nach im Spätsommer an der Steinberg-Alm auf, bringt neben den Schauspielern auch jede Menge Pferde mit und setzt – anders als einst die eher heimlich tuenden Hollywoodakteure – auf viel Offenheit.
Die Alm ist freilich nicht der Film-Immenhof. Der ist im Saarland verortet. In Goslar geht es um andere Szenen. Aber wie sind die Macher auf Goslar gestoßen? Laut Rösner hat der Aufnahmeleiter und Regisseurin-Sohn Alex von Wietersheim nach einem Motiv gesucht, das einer Ranch-Szene aus dem Film „Legenden der Leidenschaft“ – unter anderem mit Brad Pitt und Anthony Hopkins – möglichst nahekommen sollte. Als wichtige Mittlerin fungierte demnach die Hannoveraner Filmförderungsgesellschaft Nordmedia, die beide Seiten zusammenbrachte – sehr zur Freude von Alm-Wirt Rösner, der jetzt auf eine neue Immenhof-Erfolgsstory hofft.
Der erste Film „Immenhof – das Abenteuer eines Sommers“ war Mitte Januar 2019 in die deutschen Kinos gekommen. In der Startwoche zählte er 172.608 Besucher und erreichte insgesamt mehr als eine halbe Million Menschen (508.858). Mit diesen Zahlen belegte er im Vorjahr in der Rangliste der erfolgreichsten Filme in Deutschland immerhin Platz 55 –knapp etwa hinter dem „Friedhof der Kuscheltiere“ von Stephen King (Rang 53 mit 528.361 Zuschauern), aber noch vor „Asterix – das Geheimnis des Zaubertranks“ (58/477.065) und dem „Terminator – Dark Fate“ (59/454.343).
Immenhof - Das Abenteuer eines Sommers (v.re.): Heiner Lauterbach, Valerie Huber, Max von Thun.