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Im Edelsteinwald des Zwergenfürsten Glücksbringer suchen

Nicht immer leicht sind die Steine im Waldgrün zu finden. Leonie, 6 Jahre, hat aber Glück und Geschick bei der Suche gehabt. Foto: Hörseljau

Nicht immer leicht sind die Steine im Waldgrün zu finden. Leonie, 6 Jahre, hat aber Glück und Geschick bei der Suche gehabt. Foto: Hörseljau

St. Andreasberg. Der Zwergenfürst Ovalrich ruft einmal im Jahr Kinder in den Harzwald. Sie dürfen dann nach Edelsteinen suchen: Opale, Tigeraugen und Rosenquarze in rauen Mengen.

Dienstag, 22.07.2014, 20:00 Uhr

Aber: „Nur einmal im Jahr“, so Hans Bahn vom Bergstadtverein, „kommt der Zwergenfürst Ovalrich aus der Grube Samson und verteilt Edelsteine in einem nahen Wald, die nur für die Kinder bestimmt sind.“

Dazu geht es zuerst auf einer kleinen Wanderung über malerische Bergwiesen und an verknorpelten Buchen vorbei auf die Kuppe. Am Schild „Edelsteinwald“ werden manche Kinderaugen groß. Bevor sie sich auf die Suche nach den Schätzen machen, hören sie sich die Regeln an: Höchstens 20 Steine bringen Glück. Wer mehr finden sollte, darf sie an andere Kinder verschenken oder kann sie eintauschen. Denn von den Steinen kann man steinreich werden.

Auf dem Waldboden leuchten manche Steine ganz deutlich, andere sind versteckt. Der fünfjährige Nico aus Nienborstel in Schleswig-Holstein hat eine Handvoll gefunden. Wie ihm bereitet die Suche auch den anderen Kindern viel Freude, so auch Alea und Nutachi (beide 7 Jahre) aus Aserbaidschan.

Auf der Bergwiese sind derweil schon Kaffee und Kuchen und einige Überraschungen vorbereitet, wie unter anderem das Glücksrad mit seinen Gewinnen. Ein besonderer Renner sind die Tattoos, die sich die Kinder malen lassen können. Und die Erwachsenen genießen die Aussicht über St. Andreasberg und den Südharz bei Blasmusik des Waldarbeiter-Instrumentalvereins.

Vielen Mitgliedern des Bergstadtvereins bereitet es Freude, dieses ganz besondere Kinderfest auf die Beine zu stellen, bei dem auch Eltern, Omas und Opas auf ihre Kosten kommen. „Wir machen das hier alle ehrenamtlich und wollen zeigen, wie schön es in St. Andreasberg ist“ sagt Isolde Bressem. Denn die Kinder von heute sind die Gäste von Morgen. Für die jungen Schatzsucher ist es in jedem Fall ein aufregender Tag, der ihnen noch lange in Erinnerung bleiben wird. Die kleinen Bergkristalle, Rosenquarze, Opale und Tigeraugen haben zu Hause bestimmt schon einen besonderen Platz erhalten.

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