Harzhaft vernetzen bei Bier, Braunkohl und Bregenwurst
Die Veranstalter des ersten Liebenburger Brauhausgesprächs mit Gastredner Sigmar Gabriel (4.v.li.) und Bürgermeister Alf Hesse (2.v.re.): Dietmar Berkhoff, Martin Reiche, Hermann Bastian, Lorenz von Schintling-Horny, Claus Brennecke, Hans-Heinrich Haase-Fricke und Hans-Christian Fontheim (von links). Fotos: Haberstumpf
Liebenburg. Ein Prosit der Gemütlichkeit. Laune gut, Leute nett, Essen lecker (es sei denn, man war kein Freund der rustikalen Harzer Küche) und viel Spendengeld für einen guten Zweck – das erste Liebenburger Brauhausgespräch feierte eine rundum erfolgreiche Premiere.
Das neue, von Harzer Unternehmern speziell für die Gemeinde Liebenburg erdachte Veranstaltungsformat bot mit Ex-Außenminister Sigmar Gabriel aber auch einen Weltklasse-Gastredner als Appetizer auf, bevor kiloweise Braunkohl, Bregenwurst, frisches Mett, Schlachtewurst, Harzer Käse und Bier auf die Banketttische in der Liebenburger Domäne wanderten.
{picture1s} Rund 100 Gäste waren den persönlichen Einladungen der Organisatoren um den Chef der HarzerVolksbank, Hans-Heinrich Haase-Fricke, gefolgt. Für ihn waren die vielen Zusagen zu den recht kurzfristig verschickten Einladungen ein einziger „Grund zur Freude“ – waren damit schließlich auch Spenden in Höhe von 4500 Euro verbunden, die die Gäste im Vorfeld überwiesen hatten. Ansonsten war der Abend für sie kostenlos, die Veranstalterriege übernahm alles. Schöne Idee: Die 4500 Euro fließen eins zu eins in Projekte der Liebenburger Jugendarbeit. „Und es wird sogar noch mehr“, rief Haase-Fricke zur Begrüßung, „weil nämlich noch nicht alle überwiesen haben!“ Erheiterung im Saal.
Wirtschaft, Politik und Verwaltung sollten zusammenkommen, diskutieren, sich austauschen. Entscheider aus der Umgebung, Unternehmer aus Liebenburg, das war der Plan. „Weil eine Region sich vernetzen muss, sind wir heute hier. Um das Netzwerk in Liebenburg besser auszubauen“, betonte Haase-Fricke. Klar: „Bei dieser Resonanz wird es im nächsten Jahr einen zweiten Brauhaus-Abend geben“, legte sich der Volksbank-Chef fest.
{picture2s} Beeindruckt war auch Bürgermeister Alf Hesse vom Besucherzuspruch im Domänen-Saal, den Christina-Maria und Lorenz von Schintling-Horny als Veranstaltungsort zur Verfügung gestellt hatten. „Offensichtlich muss in der Gemeinde Liebenburg bisher irgendetwas gefehlt haben; eine Lücke, die wir mit den Liebenburger Brauhausgesprächen vielleicht füllen können“, resümierte er. Ex-Vizekanzler Sigmar Gabriel bot indes – im Gegensatz zur deftigen Braunkohlplatte – eine leicht verdauliche, unterhaltsame Vortragskost: Ein bisschen Privates, ein bisschen Amerika, ein bisschen China, ein bisschen Europa. Streifte die Idee der sozialen Marktwirtschaft sowie den „deutschen Schicksaltag“, den 9. November. Souverän und nicht zu lang. So kann’s weitergehen bei den Brauhausgesprächen. Darauf ein Prosit.
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Anstellen für das üppige, kalt-warme harztypische Buffet in der Domäne.
Das Brauhausgespräch – ein großer, fröhlicher Gesellschaftsabend. Es soll kein einmaliges Ereignis sein.
Die Sparschweine sind nur den fleißigen Bedienungen vorbehalten. 4500 Euro an Spenden wurden vorab überwiesen.